Polizei warnt: Einbrechern keine Chance geben

Die Kontaktbeamtin des Polizeikommissariates Großburgwedel, Polizeikommissarin Antje Schneider im Präventionsgespräch mit Ursula Wille. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Präventionsmaßnahme zur anstehenden Hauptreisezeit

GROSSBURGWEDEL (hhs). Seit der vergangenen Woche sind Beamtinnen und Beamte des Polizeikommissariates Großburgwedels in Burgwedel und Isernhagen unterwegs, um die Einwohner für ein ganz besonderes, jahreszeitlich bedingtes Problem zu sensibilisieren: Wohnungseinbrüche in der Urlaubszeit.
Zu keiner anderen Jahreszeit machen die „bösen Buben“ so leicht Beute wie jetzt. Die Kontaktbeamtin des Kommissariats in Burgwedel, Polizeikommissarin Antje Schneider und ihre Kollegen haben schon 150 Häuser und deren Bewohner aufgesucht, vornehmlich in den Ortsteilen Großburgwedel, Altwarmbüchen und Kirchhorst. Diese Ortswahl hat ihren Grund in den Zahlen für Einbruchdiebstähle in Wohnungen für das erste Halbjahr 2012.
Im Zeitraum vom 1. Januar dieses Jahres bis zum 16. Juli haben Einbrecher insgesamt 77 Wohnungseinbrüche im Zuständigkeitsbereich des hiesigen Polizeikommissariates verübt. In der Stadt Burgwedel waren es 22 Delikte, aufgeteilt auf die Ortschaften Engensen und Fuhrberg jeweils zwei, Großburgwedel 13, in Thönse ein Einbruch und in Wettmar vier. Noch deutlichere Zahlen liegen für die Gemeinde Isernhagen vor: Hier waren es insgesamt 55 Einbrüche. Der Schwerpunkt lag hier in Altwarmbüchen mit 22 Delikten, gefolgt von Kirchhorst mit 9, Isernhagen N.B. und Neuwarmbüchen mit sechs, F.B. fünf und H.B. und K.B. mit immerhin noch jeweils drei Einbrüchen.
Die Beamten gehen in den besonders betroffenen Ortschaften von Haus zu Haus und klingeln an der Tür. Wenn sie einen Bewohner zu Hause antreffen, dann erläutern sie zunächst die Dringlichkeit der Beratungsmaßnahme und bieten Informationsmaterial an, das meist gern genommen werde, so die Erfahrungen von Kontaktbeamtin Antje Schneider. „Ich weise in den Gesprächen aber auch darauf hin, dass die Anwohner einer Straße aufeinander achten sollen. Es ist häufig so, dass morgens vornehmlich die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger zu Hause sind. Wenn jemand in seiner Straße auffällige Beobachtungen macht und dabei vermutet, dass ein Fremder ein Haus ausspioniert, dann rate ich dazu, sofort die Polizei anzurufen. Auch wenn sich das alles als Fehlalarm herausstellt: Das kostet den Anrufer keinen Cent. Meine Kollegen und ich kommen gern“.
Häufig treffen die Beamten aber auch niemand an. „Für diesen Fall haben wir einen Flyer dabei, den wir dann ausgefüllt in den Briefkasten stecken“. Am Kopf des Flyers befindet sich das Wappen der Polizeidirektion Hannover, und, ganz wichtig für den Ernstfall, die Telefonnummer des Polizeikommissariates in Großburgwedel ganz unten. Den Text dazwischen sollte jeder, der den Flyer bei sich vorfindet unbedingt lesen. Er beginnt mit einer kurzen Einführung in die Problematik und geht dann in eine Analyse über, die die Beamten vor Ort von Haus oder Wohnung gemacht haben: Haus/Wohnung macht unbewohnten Eindruck, Türen oder Fenster nicht richtig geschlossen oder gekippt, Balkon- oder Terrassentüren nicht geschlossen und einiges anderes mehr. Es folgen Ratschläge zum richtigen Verhalten, wenn man Ungewöhnliches auf der Straße oder bei den Nachbarn beobachtet.
Diese Präventionsmaßnahme zur Verhinderung von Einbruchdiebstählen in Burgwedel und Isernhagen soll an den Schwerpunkten in Großburgwedel, Altwarmbüchen und Kirchhorst noch bis zum Ende der kommenden Woche fortgeführt werden. Dazu wird das Polizeikommissariat Großburgwedel um einige Beamtinnen und Beamte aus Burgdorf verstärkt.