Polizei kontrollierte LKW's in Fuhrberg

In der Fahrerkabine werden die Daten des Fahrtenschreibers überspielt und auf Überschreitung der Lenkzeiten kontrolliert. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Weitere Überprüfungen sind angekündigt

FUHRBERG (hhs). Kalt und feucht war es am Dienstag vergangener Woche am frühen Vormittag, als Beamte des Polizeikommissariats Großburgwedel an der L 310 kurz hinter der Ortseinfahrt aus Richtung Celle eintrafen. An der ehemaligen Bushaltestelle hatten sich auch Mitarbeiter des Bundesamtes für Güterverkehr und der Verkehrssicherung eingefunden: Hier sollte der Schwerlastverkehr kontrolliert werden bis mittags um 13.00 Uhr.
Insgesamt kontrollierten die Beamten in diesem Zeitraum 17 Lastkraftwagen und einen PKW. „Mehr ging nicht“, sagte der Leiter dieses Einsatzes, Polizeikommissar Daniel Wolff im Gespräch mit den Burgwedeler Nachrichten. Wer die Situation beobachtet hat, sah das ein: Der Raum, den die ehemalige Bushaltestelle bot, war einfach zu klein für mehr als einen LKW. Eine Alternative gebe es aber nicht, denn an der L 310 gebe es auch keine geeigneten Parkplätze, auf denen die herausgewunkenen Brummis problemlos wenden könnten, so der Einsatzleiter.
Außerdem kamen die Lastkraftwagen an diesem Morgen nur spärlich, kein Vergleich zu dem Verkehrsaufkommen an anderen Tagen. Eine Beamtin vermutete sicherlich nicht zu Unrecht, dass sich diese Kontrolle schnell unter den Brummifahrern herumgesprochen habe. „Die sind alle sehr gut über Funk vernetzt“, wusste sie zu berichten. Bemerkenswert auch, dass an diesem Vormittag kaum Fahrzeuge aus dem osteuropäischen Raum in der Kontrolle landeten.
Waren die Lastkraftwagen angehalten, dann kontrollierten einige Beamte zunächst den Fahrtenschreiber auf Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten. Das dauerte einige Minuten, denn die Daten des des Fahrzeuges werden dabei zur Auswertung auf ein Gerät überspielt. Dann steht sehr schnell fest, ob der Fahrer seine Fahrzeiten überschritten hat oder nicht.
Unterdessen nehmen die anderen Beamten das Fahrzeug in Augenschein: Das Reifenprofil wird kontrolliert, die Lichtanlage. Zuletzt müssen die Fahrer schließlich die Ladeklappen öffnen. Der Beamte des Bundesamtes für Güterverkehr kontrolliert nun, ob die Paletten,Kartons oder was auch immer mit dem Fahrzeug transportiert wird, ordentlich gegen Verrutschen abgesichert ist. Wie man die unterschiedlichen Güter richtig absichert, das scheinen auch einige Fahrer nicht genau zu wissen, so der Eindruck an diesem Vormittag. Allerdings hatte der Mitarbeiter des Bundesamtes für Güterverkehr nur wenig zu bemängeln. Nur einmal war er etwas beunruhigt, als er Paletten als nicht korrekt abgesichert befand. Dafür wird der Fahrer mit einem Bußgeld im zweistelligen Bereich rechnen müssen. Einen anderen Fahrer erwischte es dann etwas heftiger: Wegen deutlicher Überschreitung der Lenk- und Ruhezeiten stehen für ihn knapp 300 Euro Bußgeld an. Die Beamten haben angekündigt, auch in den kommenden Wochen weitere Kontrollen des Straßenverkehrs durchzuführen.