„Pflegt den Gesang, dann habt Ihr alle Freude am Leben“

Nur 14 Sänger, aber ein durchgehend gelungenes Konzert: Die Sänger des MGV Liederkranz Fuhrberg am Sonntag im Gemeindehaus in Fuhrberg. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Der Saal im Gemeindehaus war sehr gut gefüllt und das Programm erfüllte vollkommen den Geschmack der Besucher. (Foto: Hans Hermann Schröder)

MGV Liederkranz Fuhrberg gab Konzert vor vollem Haus

Fuhrberg (hhs). Am Sonntagnachmittag hatte der Männergesangverein Liederkranz Fuhrberg in das örtliche Gemeindehaus zum Konzert geladen. Wie immer waren beinahe alle Sitzplätze schon frühzeitig besetzt, die Stimmung unter den Sängern war gut, das Programm ebenfalls, es versprach eine gelungene Mischung zwischen Tradition und Moderne. Zum ersten Mal mit dabei der Chor „Freiheit“ aus der Nachbargemeinde Hambühren im Landkreis Celle. Katja Levtschenko begleitete die Chöre am Klavier und für besonderen musikalischen Genuss sorgte noch Paul Krämer mit seiner Geige. Die Gesamtleitung hatte Dirigent Naum Nusbaum und durch das Konzert führte Erne Deecke. „Pflegt den Gesang, dann habt Ihr alle Freude am Leben“, setzte er als Motto vorweg, und genauso, mit großer Freude an Gesang und Musik verlief dieses Konzert.
Mit langen Vorreden wollte sich niemand aufhalten. Claus Witte, der Vorsitzende der Fuhrberger Sänger, begrüßte die Gäste, darunter viele Vorsitzende befreundeter Gesangvereine. Ortsbürgermeister Heiner Neddermeyer freute sich besonders darüber, dass ihm Naum Nusbaum versichert habe, er fühle sich ausgesprochen wohl in Fuhrberg, und dass die Nachbarn aus Hambühren nun mitsingen würden. Wer aber genau hinschaute, dem wurde vor dem ersten Ton etwas mulmig: Liederkranz hatte nur 14 Sänger für dieses Ereignis aufbieten können, etwas wenig für ein angekündigtes Konzert, etwas wenig auch für vier kräftige Stimmen, wie es die meisten Lieder verlangen. Und dann kam der erste Ton, dem viele viele folgten. Es schien im Saal des Gemeindehauses, als wirkte das voran gesetzte Motto im Verein mit dem Gesang gewissermaßen wie eine Anti-Aging-Medizin für das mehrheitlich eher ältere Personal von Liederkranz Fuhrberg. Trotz der geringen Personalstärke an diesem Tag gab es kein Schwächeln oder Verzagen, der Chor füllte den Saal stimmlich auf ideale Weise, und es gab schon nach der traditionellen Begrüßung, dem „Sängergruß“, dafür gewaltigen Applaus.
Zustimmendes Nicken gab es auch von den anwesenden Vorsitzenden der befreundeten Nachbarvereine aus Neuwarmbüchen, Kirchhorst, Engensen, Wettmar, Großburgwedel und sogar aus Celle. Mit den Sängern von „Cellenia“ verbindet die Fuhrberger Goldkehlchen seit einiger Zeit auch eine Freundschaft, sie haben die Celler schon bei einigen Konzerten in der Herzogstadt unterstützt. Zunächst standen die besinnlichen Titel auf dem Programm: „Wie die hohen Sterne kreisen“, „Kein schöner Land...“, „Die Gedanken sind frei“, und schließlich „Alle weil ein wenig lustig“, gesungen als Kanon. Auch das gelang prima trotz der nur 14 Sänger, und Dirigent Naum Nusbaum strahlte übers ganze Gesicht und freute sich über die gelungene Präsentation und den entsprechenden Applaus dafür.
Weiter spannten die Sänger mit ihren Liedern einen Bogen von den dreißiger bis in die fünfziger Jahre, und nach der Pause sang „Freiheit“ Hambühren zur Freude der Besucher einen bunten Bogen deutscher und internationaler Melodien, die die Konzertbesucher beinahe zum Mitsingen aufforderten bei so bekannten Titeln wie „Mit 66 Jahren“ oder „Glory Halleluja“. Schließlich das furiose gemeinsame Finale beider Chöre mit einer Spezialität der Fuhrberger: „Mein kleiner grüner Kaktus“ und abschließend den „Klängen der Freude“.
Starken Beifall gab es zum Schluss für dieses schöne Konzert der beiden Chöre. „Wer Freude daran hat, Singen zu lernen und die Gesellschaft mit anderen liebt, ist in unserem Chor immer willkommen“, sagte Claus Witte im Gespräch mit den Burgwedeler Nachrichten. „Singen macht Spaß, schauen Sie doch mal unverbindlich rein, immer montags ab 20.00 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Fuhrberg“.