Pfingstmontag öffnet der NABU sein Vogelschutzgehölz

Immer am Pfingstmontag öffnet der NABU Burgwedel Isernhagen sein Vogelschutzgehölz für die Öffentlichkeit. Vier Führungen werden dann angeboten. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Vier Führungen um 9.00, 11.00, 15.00 und 17.00 Uhr

GROSSBURGWEDEL (r/bs). Pfingstmontag ist NABU-Tag. Eingeweihte wissen das seit vielen Tagen. Dann öffnet der NABU Burgwedel-Isernhagen sein Allerheiligstes, das Vogelschutzgehölz an der L 383 etwa 300 Meter hinter der Bahnunterführung auf der rechten Fahrbahnseite. Vier Führungen planen die Naturschützer auf verschlungenen Pfaden an diesem Montag, morgens um 9.00 und um 11.00 Uhr, nachmittags um 15.00 und um 17.00 Uhr. Jede Führung dauert etwa eine gute Stunde.
Das Programm ist seit vielen Jahren bewährt: Die Damen und Herren des NABU führen auf verschlungenen Pfaden über das Grundstück, und die Besucher staunen jedes Jahr aufs Neue, was sich hinter dem Zaun in der ruhigen Abgeschiedenheit so alles entwickelt hat. Schließlich ist das, was es dort zu sehen gibt, freie Wildbahn, keine Voliere oder Gehege. Selbst der Blick in die Vogelnester ist im bescheidenen Umfang möglich.
Wer noch für seinen eigenen Garten die ein oder andere Nisthilfe benötigt, wird hier eine ganze Menge an Anregungen finden, den fachmännischen Rat der NABU-Mitglieder und die Bezugsquellen obendrein.
Zentraler Punkt im Vogelschutzgehölz ist der ehemalige Schlauchturm Burgwedels. Früher schaute er aus den Kronen der Bäume dort deutlich hervor, heute haben ihn diese eingeholt. Aber dennoch, auch wenn oben auf dem Dach der Storch nicht mehr brütet, alles andere, was in und an diesem Turm lebt und seinen Nachwuchs groß zieht, ist schon beeindruckend. Besonders interessant sind hier die Solitärbienen und -wespen, deren einzigartige Brutpflege man bestaunen kann.
Besonderes Augenmerk verdienen in diesem Jahr die Tümpel auf dem Gelände. Im Winter sind sie
ausgebaggert worden, damit das Weidengebüsch sie nicht überwuchert und der entwickelte Lebensraum erhalten bleibt. Dort leben Frösche, Molche, Libellen und vielleicht sind auch noch die Schildkröten zu entdecken.
Natürlich führt der Gang über das Gelände auch zur dahinter gelegenen Streuobstwiese. Hier steht zwischen seltenen Blumen ein Bienenschaukasten, an dem ein Imker vieles über die dort lebenden Honigbienen erzählen wird. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist wie immer frei. Wenn die Sonne scheinen sollte am Pfingstmontag, dann wollen die Naturschützer Bratwürste mit Sonnenenergie brutzeln.