Petrus war dem Thönser Ostermarkt nicht wohl gesonnen

Von der Remise aus ließ es sich gut auf das Freigelände schauen. Feuchtigkeit und Kälte ließen die Besucherinnen und Besucher am Sonntag eher zu Hause bleiben als den Ostermarkt zu besuchen. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Regenschauer schreckten die Besucher ab

THÖNSE (hhs). Am Samstag hätten überall in Thönse die Einwohnerinnen und Einwohner mit Grillen die Saison im eigenen Garten eröffnet, so war und frühlingshaft sei es gewesen, sagte Heinz-Theo Rockahr, Ortsbürgermeister in Thönse, gegen Sonntagmittag mit einem leichten Ton der Resignation. Er stand unter dem Dach des Bratwurststandes, unter dem sich die Ostermarktbesucher schon ein wenig drängelten, und es regnete wie aus Kübeln. „Aber wir werden durchhalten bis zum Ende“, fügte er an. Seine Mitveranstalter vom CDU-Ortsverband stimmten ihm zu und das war irgendwie verständlich, denn sie hatten den Hof Rockahr so geschmackvoll österlich dekoriert wie lange nicht mehr, bis in die letzte Ecke hinein sorgten bunte Ostereier, Frühlingssymbole in Form von Osterhasen, Küken und Enten für österliche Stimmung, wenn da nur nicht der Regen gewesen wäre.
Mit Beginn des Marktes fielen die ersten Tropfen, dann entwickelte sich der Guss für eine gute Stunde zum Dauerregen und die Besucher flohen in die Tischlerwerkstatt, um sich bei Kaffee und leckerem Kuchen zu trösten, oder sie bestaunten das riesige und vielfältige Angebot unter dem Dach der Remise. Hier gab es Handgearbeitetes, nicht nur für das Osterfest, sondern vieles auch mit hohem ganzjährigen Gebrauchswert: Lustige Wegweiser zu Swimmingpool, Terrasse und Garten in Form von Fröschen. Es fanden sich Nisthilfen für Gartenvögel und Insektenhotels, Osterdecken, hausgemachte Liköre, Gelees und Marmeladen, natürlich die Osterdekos für die feinere Verwendung auf der edlen Tafel, handbemalte Ostereier, Hasenmotive mit und ohne Kiepe und kariertem Hemd, selbst Topflappen mit Hasensymbol fanden ihre Freunde. Unter der Remise ließ es sich aushalten, während draußen die Ostergestecke und Frühlingsblumen leicht vor sich hin froren.
Nur die ganz harten Kinder fragten, warum das Karussell nicht in Gang gesetzt wurde. Endlich versprach Heinz-Theo Rockahr, dass er das umgehend nachholen werde, sobald der Regen nachlasse. Das war dann so gegen 13.30 Uhr. Ein paar Mal war das Fahrgeschäft gut ausgelastet, dann begann es wieder zu regnen.
Vom Karussell tobte die Rasselbande dann in Richtung der Ställe, zum Streichelzoo, während sich ihre Eltern bei Bier, Bratwurst, Kaffee und Kuchen mit Freunden und Nachbarn unterhielten. Es war ganz deutlich zu beobachten, dass die Besucher nicht nur zum Anschauen, Staunen und Kaufen hierher gekommen waren, sie wollten offenbar jede Gelegenheit nutzen, nach dem langen Winter die Kontakte aus dem Vorjahr wieder aufzufrischen. Aber dann wurde es den meisten doch zu nass und kalt und viele Besucher gingen zügig heimwärts.
So richtig zufrieden war niemand mit dem Markt. Das miese Wetter war die einzige Ursache dafür. Regen fiel reichlich und es war kalt, aber gegen die Unbilden des Wetters ist kein Kraut gewachsen: „Man muss es nehmen wie es kommt“, kommentierte Heinz-Theo Rockahr.