„Pantomime Painting Performance“ begeisterte Groß und Klein

Regina Gresbrand, Initiatorin von KuKKi, begrüßte die Besucher und bedankte sich für die vielfältige Unterstützung des Projektes. (Foto: Anna Kentrath)
 
Pantomime Peter Mim und Cellist Roland Baumgarte sponnen ein wortloses Netz der Fantasie. (Foto: Anna Kentrath)

Gelungene Eröffnungsveranstaltung der Initiative KuKKi

GROSSBURGWEDEL (ak). Ins nunmehr vierte Veranstaltungsjahr startet die Initiative Kunst und Kultur für Kinder in Burgwedel (KuK), in diesem Jahr unterstützt von der St. Petri Kirchengemeinde (Ki) mit einer Eröffnungsveranstaltung im Amtshof in Großburgwedel. Die „Pantomime Painting Performance“ des international bekannten Pantomime Peter Mim, musikalisch begleitet durch den freischaffenden Cellisten und Lehrer an der Musikschule Isernhagen & Burgwedel Roland Baumgarte sorgte für volle Besucherreihen.
Ein durchweg gemischtes Publikum verschiedener Generationen hatte sich Freitagnachmittag auf den Weg gemacht, um sich in eine fantastische Welt aus Musik, Malerei und Pantomime entführen zu lassen. Kinder wie Erwachsene füllten die Reihen und warteten gespannt auf die angekündigte „Pantomime Painting Performance“. Eine offene Bühne erwartete das neugierige Publikum auf der bereits eine Leinwand und zahlreiche Farbtöpfe einen Ausblick auf das Kommende boten, eingewoben in filigrane Spinnweben, die im Scheinwerferlicht silbrig glänzten und sich bis zu dem Cellisten Roland Baumgarte sponnen, der rechts der Szenerie Platz genommen hatte.
Regina Gresbrand, Initiatorin der KuKKi begrüßte das Publikum sowie den Schirmherr der Initiative Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt. Neu in diesem Jahr, so Gresbrand begeistert, habe sich die St. Petri Kirchengemeinde als Kooperationspartner der Initiative angeschlossen und dem Projekt Mittel des Diakonischen Werkes der Ev. Luth. Landeskirche Hannovers vermittelt, die einige Möglichkeiten eröffnen würden. Auch Burgwedeler Gewerbetreibende hätten sich nach dem Motto „Burgwedeler für Burgwedeler Kinder“ wieder an der Unterstützung der diesjährigen Projektreihe beteiligt. Nach ihren einführenden Worten kündigte Regina Gresbrand „eine Veranstaltung ohne Worte“ an.
Die Performance begann mit der Enthüllung, einem „Entstauben“ des Bühnenbildes, der Befreiung des feinen Spinnennetzes unter den noch zarten, beschwörenden Klängen des Cellos. Der Pantomime näherte sich Schritt für Schritt einem vor der Leinwand befindlichen Stuhl, um schließlich, mit überraschtem Blick, seine Hände zu verfolgen, die sich von der Musik hatten mitreißen lassen und ein Eigenleben zu führen schienen. Die Hände schienen sich anzuziehen und abzustoßen, zu streicheln, zu liebkosen und zu jagen. Ein wildes Spiel der Bewegungen, das schließlich darin mündete, dass Peter Mim sich an die Leinwand lehnte und einen vermeintlichen Schatten auf dem reinen Weiß hinterließ, der nicht zu schwinden schien.
Diese Berührung weiter festhaltend begann er mit großen, schwungvollen Pinselstrichen, diesen Körperabdruck nachzuzeichnen, um schließlich von dem Schatten geneckt, verführt, verwirrt zu werden, der sich immer weiter auf der Leinwand bewegte, dem Pinsel entschlüpfte und die Schaffung neuer Figuren evozierte. Bald war nicht mehr zu unterscheiden, wer eigentlich wen lenkte, die Musik den Pantomimen oder die Aktionen des stummen Künstlers die verzaubernden warmen Klänge des Musikinstrumentes. Eine Performance der Sinne bot sich dem Publikum, des Hörens und Sehens ebenso, wie der emotionalen Ebene, geschaffen durch das Zusammenspiel von Musik und Mimik.
Die wortlose Darstellung fesselte das Publikum derart, dass kein Laut aus den Besucherreihen zu hören war. Gebannt verfolgten die Zuschauer die Entwicklung der Malerei auf der Leinwand, die sinnbildlich den kreativen Moment festhielt, den jeder Künstler versucht einzufangen, bevor er ihm entwischt und die nächste Variation aufzeigt.
Verschiedene Kunstformen präsentierten sich den Kindern, die im Anschluss an die Eröffnungsveranstaltung die Möglichkeit hatten sich anzumelden zu einem Pantomime Workshop bei Peter Mim, zum Malen mit Burgwedeler Künstlern oder aber zum Musikunterricht, von Cello über Gitarre und Keyboard bis hin zum Blockflötenspiel. Das besondere an diesen Kursen ist, dass für alle Kinder die Möglichkeit geschaffen werden soll, am kulturellen Angebot der Stadt teilhaben zu können. Insgesamt 82 Jungen und Mädchen nutzten diese Gelegenheit. Weitere Auskünfte zum Veranstaltungsangebot erteilt Regina Gresbrand unter 05139 / 2489.