Pädagogisches Forum im Pestalozzi-Seminar

Grundzüge der Traumabearbeitung bei Kindern

BURGWEDEL (r/bs). Was tun, wenn ein Kind immer wieder um sich schlägt, sich von anderen abkapselt oder ungewöhnliche Angstattacken entwickelt? In Kindergärten, Schulen und Horten werden Pädagogen immer wieder mit diesen oder ähnlichen Verhaltensauffälligkeiten konfrontiert. Die Gründe dafür sind oft ernster als gedacht und erfordern viel Fingerspitzengefühl und Fachwissen von pädagogischen Fachkräften.
Doch wie können Fachkräfte helfen? Und wie können sie zugleich lernen, ihre eigenen Kräfte einzuteilen? Diese und ähnliche Fragen greift Martin Kühn, Leiter des „Traumapädagogischen Instituts Nord­deutschland“ am Mittwoch, 16. Januar, ab 17.00 Uhr im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Pädagogisches Forum“ auf - im Pestalozzi-Seminar im Pastor-Badenhop-Weg 2-4 in Großburgwedel.
In vielen pädagogischen Arbeitsfeldern der Jugend- und Behindertenhilfe, aber auch in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen treffen Fachkräfte immer wieder auf Mädchen und Jungen, die bedingt durch traumatisierende Lebenserfahrungen und deren Folgen eine enorme fachliche und persönliche Herausforderung darstellen. Ohne eine entsprechende Traumasensibilität der Pädagogen und Pädagoginnen drohen diese Kinder und Jugendliche in den verschiedenen Angeboten immer und immer wieder zu scheitern - ein tragischer Teufelskreis von Aussonderung und eskalierendem Abwehrverhalten kommt in Gang.
In seinem Vortrag greift der gelernte Dipl.-Beh.-Pädagoge auch die Gründe für einen pädagogischen Beitrag zur Traumabearbeitung auf und stellt Grundzüge einer effizienten traumapädagogischen Praxis dar, die es betroffenen Mädchen und Jungen ermöglicht, wieder an sozialen, bildungsbezogenen und gesellschaftlichen Prozessen teilzuhaben.
Für die Teilnahme am Pädagogischen Forum wird ein Beitrag von 10 Euro (ermäßigt 6 Euro für Studenten/innen und Schüler/innen) an der Abendkasse erhoben.