Otto Bahlo spendete 1.200 Euro für den Hospizdienst

Otto Bahlo hatte zu seinem 70. Geburtstag seine Gäste um Spenden fü den Hospizdienst gebeten. Am Montag übergab er 1.200 Euro an Ute Rodehorst und Christine Müller. (Foto: Ute Rodehorst)

„Geburtstagsgeld“ wurde am Montag übergeben

GROSSBURGWEDEL (hhs). Großburgwedels Ortsbürgermeister Otto Bahlo hat am Montagvormittag eine Spende in Höhe von 1.200 Euro an den Hospizdienst übergeben. Bahlo hatte aus Anlass seines 70. Geburtstages seine Gäste um die so genannten „flachen Geschenke“ gebeten, um damit den schweren Dienst der ehrenamtlichen Sterbebegleiter zu unterstützen.
Zu den Pflichten des Ortsbürgermeisters gehören auch die Besuche aller Mitbürgerinnen und Mitbürger, die einen „hohen Geburtstag“ oder ein ganz besonderes Ehejubiläum begehen können, und natürlich der Besuch von Gemeinde- und Vereinsfesten. So war der Ortsbürgermeister auch in diesem Jahr wieder gern gesehener Gast beim Pfarrfest der St. Paulusgemeinde in Großburgwedel. Dort unterhielt er sich mit Eva Adolf, die als ehrenamtliche Sterbebegleiterin für den Hospizdienst arbeitet. Die Unterhaltung, so formulierte es Bahlo im Gespräch mit den Burgwedeler Nachrichten, habe ihn sehr nachdenklich gemacht und mit Hochachtung erfüllt für die Sterbebegleiter, die einen ganz schweren Dienst zu erledigen hätten.
Dann habe er eine Einladung zu einem 90. Geburtstag erhalten. Das sei für ihn eigentlich etwas Alltägliches, er habe zugesagt und kurz vor dem Tag eine Nachricht erhalten, dass die ältere Dame nun in einem Altersheim untergebracht sei. Deren Tochter, die sich bisher um die Mutter gekümmert hatte, sei selbst in ein Krankenhaus gekommen, die Mutter dann eben in einem Heim untergebracht worden. Diese Erlebnis hätten ihn in der Summe zu der Überlegung gebracht, seine Gäste, die er zu seiner Geburtstagsfeier eingeladen hatte - der Bürgermeister ist neulich 70 Jahre alt geworden- um eine Spende für den Hospizdienst zu bitten.
Christine Müller und Ute Rodehorst, die Erste Vorsitzende, die Zweite Koordinatorin des Hospizdienstes, bedankten sich für die Spende und konnten sicher zusagen, dass das Geld gut angelegt sei in der ehrenamtlichen Sterbebegleitung. Gegenwärtig laufe wieder ein Schulungskurs, der im November endet. „Wir hoffen natürlich, dass ein Großteil der 15 Teilnehmer auch bei uns aktive in der Sterbebegleitung mitarbeiten wird“, sagte Ute Rodehorst im Gespräch mit dieser Zeitung. Gegenwärtig bestehe der Dienst aus 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. „Wir hoffen, dass es so erfolgreich für uns weitergehen wird“, sagte sie. Zur Zeit denke man darüber nach, eigene Räumlichkeiten für den Hospizdienst zu beschaffen. „Sie müssten zentral liegen, damit wir eine bessere Außenwirkung haben. Wir brauchen einen Ort für unsere Mitarbeiter, an dem sie sich bei ihrem schweren Dienst etwas „zu Hause“ fühlen können“. Auch ein neues Projekt wollen die Mitglieder des Hospizdienstes realisieren. Es soll ein Trauercafé entstehen, in dem Menschen, die einen Verlust erlitten haben, einmal monatlich Trost und Ansprache finden können.