Osterfreuden für Groß und Klein am Osterfeuer

Besonders viele junge Familien zog es zum Wettmarer Osterfeuer. (Foto: Renate Tiffe)

„Auf der Horst“ ist ein guter Standort in Wettmar

WETTMAR (ti). Schon relativ früh setzte am Karsamstag die „Wanderbewegung“ im Dorf in Richtung der südlichen Anhöhe „Auf der Horst“ ein. Sehr viele, vor allem viele junge Familien mit Kindern, wollten sich das Anzünden des Osterfeuers auf dem Köneke´schen Grundstück nicht entgehen lassen - trotz des launischen kalten Wetters an diesem Tag.
Der Standort „Auf der Horst“ ist nicht neu in Wettmar. Schon zu Zeiten, als kurz vor den Feiertagen noch das Strauchwerk im Dorf „zusammengefahren“ wurde, war dies zeitweise der Feuerplatz. Zwischendurch gab es mehrere andere Orte. Jetzt fand das erste öffentliche Treffen im Frühling schon zum dritten Mal am gleichen Platz statt. Und offenbar sind alle damit zufrieden - auch wenn es nur noch ein symbolisches Osterfeuer ist, das von der Jugendfeuerwehr mit mehreren Fackeln entzündet wurde. Über zu wenig Besuch brauchte sich die Feuerwehr als Veranstalter in diesem Jahr jedenfalls nicht zu beklagen.
Für die Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehr war es sicher ein aufregendes Ereignis, das große Feuer am sorgsam zusammengefügten Stapel entfachen zu dürfen. Nebenher brieten die jungen Gäste schon eifrig Stockbrot in den züngelnden Flammen des Lagerfeuers.
Der wiederentdeckte Platz „Auf der Horst“ hat vor allem auch den Vorteil, dass die große Scheune mit genutzt werden kann - ein vor Wetterunbilden geschützter Platz für die Feuerwehrkapelle und wohl für eine der längsten Getränketheken, die es an diesem Ostersonnabend gegeben hat. An den Tischen gab es vor allem zu späterer Stunde genügend Platz für Klönrunden, für die es draußen schon zu kalt geworden war. Die Hoch-Zeit am Bratwurst- und am Pommes-Stand, die außerhalb entlang der Scheunenwand installiert waren, hatte sich nach den ersten Stunden schon etwas gegeben. Bis dahin hatten die Feuerwehrleute allerdings gut zu tun, um die Schlangen an den Ständen zu bedienen.
In einem Zelt auf dem Platz hatte die Jugendfeuerwehr ihre „Brennbar“ errichtet, mit preiswerten Getränken aller Art und einem besonderen Aufstrich für die Stockbrote. Ein bisschen Werbung für den Feuerwehrnachwuchs durfte auch dabei sein: „die Jugendfeuerwehr, eine starke Truppe“. „Jetzt ist die Öffentlichkeit da“, sagte Ingo Bähre, stellvertretender Ortsbrandmeister und Jugendwart der Feuerwehr, und wir laden ein, einmal hereinzuschnuppern und mitzumachen“. Für Neunjährige die richtige Zeit, um das Interesse für die wichtige ehrenamtliche Aufgabe der Feuerwehr in den Dörfern zu wecken.