Osterfeuergenuss überall bei bestem warmen Frühlingswetter

Das Osterfeuer in Kleinburgwedel kam nach mächtiger Rauchentwicklung gut in Gang und brannte bis in den späten Abend lichterloh. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Zahlreiche Kleinburgwedeler besuchten ihr Osterfeuer

KLEINBURGWEDEL (hhs). Wer kurz vor 19.00 Uhr am Brennplatz westlich der Ortschaft Kleinburgwedel vorbeifuhr, sah zwar einen großen, beinahe riesig wirkenden Haufen mit Baumschnitt dort oben auf dem kleinen Hügel liegen, aber aus der Ferne waren kaum Menschen zu sehen, trotz der klaren Sicht an diesem Abend. Neben den kleinen dort aufgebauten Pavillons, hinter dem sich Getränke- und Grillstand verbargen, leuchteten die Uniformen des Schützenvereins strahlend Grün in der Abendsonne. Das waren die Musikerinnen und Musiker des Spielmannszuges der Schützen, die zum Osterfeuer für die musikalische Unterhaltung sorgen sollten. Viel mehr Besucher waren es zu diesem Zeitpunkt nicht.
Eine knappe halbe Stunde später sah das ganz anders aus: In Kleinburgwedel schritten die Besucher grüppchenweise die Wallstraße Richtung Bahn und weiter zum Brennplatz, der sich schnell füllte. Der Spielmannszug begrüßte alle mit fröhlichen Melodien. Unterdessen hatten die Damen und Herren der Ortsfeuerwehr die ersten Bratwürste auf den Grill gelegt, die gleich regen Absatz fanden. Dann schritten einige Kameraden der Feuerwehr, ausgerüstet mit Propanbrennern an den großen Brennhaufen und entzündeten ihn. Nur langsam kam das Osterfeuer zum Brennen, unter mächtiger Rauchentwicklung, was aber die Besucherinnen und Besucher nicht abschreckte. Der starke weiße Qualm zog gen Westen, weg vom Aufenthaltsbereich, Grill und Theke. Dort ließ es sich gut aushalten. Einige Kinder liefen durch die dicke, nun etwas dunklere Rauchwolke. Ein Feuerwehrkamerad, der das sah, scheuchte sie mit klaren und deutlichen Worten davon, Schluss war es mit dem Spiel, wer am längsten die Luft anhalten kann.
So richtig in Gang gekommen war das Feuer zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Zwei Feuerwehrkameraden griffen noch einmal zum Propanbrenner und zündelten ein zweites Mal. Und diesmal hatten sie vollen Erfolg: Innerhalb weniger Sekunden stand der Haufen voll in Brand, die Menge der Besucher war gebannt vom Schauspiel, das die Flammen an diesem Abend boten. Der Rauch wurde weniger, zog gegen die untergehende Sonne, das Feuer prasselte und entwickelte starke Hitze.
Unterdessen griffen die Damen und Herren des Spielmannszuges wieder zu ihren Instrumenten und in der Menge der Besucher bildeten sich viele Klönrunden, die sich dort zwanglos zusammengefunden hatten. Bier, Brause und Bratwurst liefen gut, die Männer hinter dem Grill hatten jede Menge zu tun.
Vollkommen unbemerkt von der Menge der Besucherinnen und Besucher nahm ein weiteres Schauspiel seinen Lauf, Dank des Osterfeuers in Kleinburgwedel: Das laue südöstliche Lüftchen an diesem Ostersamstagabend hatte den Rauch des Osterfeuers genau in die untergehende Sonne getrieben und dort verteilt und damit für einen Sonnenuntergang gesorgt, der mit seinen Rottönen unvergesslich war. Andernorts fiel dieses Naturschauspiel viel unprosaischer aus.