Osterfeuer in Thönse brannte auch am neuen Standort ausgezeichnet

Es schien, als hätten die Thönser ihr Osterfeuer schon nachmittags entzündet. Das Wetter war am Samstag so gut, wie schon lange Jahre nicht mehr zum Osterfeuer. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Dank der vorangegangenen, trockenen Wochen ließ sich das Feuer schnell und reibungslos entzünden. Die Besucher genossen das farbenprächtige Flammenspiel des alljährlichen Spektakels. (Foto: Anna Kentrath)

Gute Besucherresonanz auch am Sonntag in Großburgwedel

THÖNSE (hhs/ak). In diesem Jahr hatten sich die Organisatoren des Osterfeuers in der Ortschaft Thönse einen neuen Brennplatz für das Osterfeuer gesucht. Die Wahl fiel schließlich auf einen Acker westlich der Bruchstraße kurz hinter dem Ende der Ortsbebauung. Der Frühlingsabend war besser, wie er kaum sein konnte, leichter Wind aus Südost, so um die 20°C und die Sonne schien gegen 19.00 Uhr immer noch vom blauen Himmel. Die Osterfeuerbesucherinnen und -besucher pilgerten aus allen Richtungen zum Osterfeuer in mehr oder weniger großen Gruppen, leicht bekleidet, alles eher sommerlich als in anderen Jahren österlich. Es hatte vielmehr den Anschein einer größeren Gartenparty.
Pünktlich um 19.00 Uhr wurde der große Haufen mit dem Brennmaterial in Brand gesetzt von den Kameraden der Feuerwehr. Es habe am Ostersamstag eine Menge Arbeit gemacht, das Brennmaterial zu einem großen hohen Haufen aufzuschichten, sagte ein Feuerwehrkamerad. Die Mitbürgerinnen und Mitbürger hätten offensichtlich beinahe alle ihre Gärten rechtzeitig zum Osterfest von überflüssigem Holz befreit und den Baumschnitt zum Brennplatz gebracht. Allerdings habe man sich in diesem Jahr die Mühe erspart, noch für einen Windschutz wie in den Vorjahren zu sorgen, des einmalig guten Wettersegen.
Dennoch, die Infrastruktur war vollkommen in Ordnung. Bier, Brause und Bratwurst gingen weg wie warme Semmeln, der Fanfarenzug Thönse gab wie immer sein Bestes und unterhielt die einigen hundert Besucher mit schmissigen Melodien und Rhythmen, und als das Feuer entzündet war und beinahe augenblicklich lichterloh brannte, da kamen immer mehr Thönser zum Veranstaltungsort. Man unterhielt sich mit Freunden, plauderte mit Nachbarn, genoss die erste Bratwurst vom Grill, und stieß auf einen wunderschönen Frühling miteinander an.
„Deutschland befindet sich auf der Südseite einer vom Atlantik bis nach Finland reichenden Hochdruckzone. Dabei fließt trockene und mäßig warme Luft in weite Teile Deutschlands“, so war die Wetterlage für Ostersamstagabend mit lapidaren Worten angekündigt worden. Man sollte sie dennoch nicht vergessen, angesichts dieses einzigartigen beinahe schon sommerlichen Osterfeuerabend. Das mit dem guten Wetter könnte, wenn auch nicht ganz so extrem, auch im kommenden Jahr wieder geschehen: Der ersteVollmond im Frühling fällt auf den 6. April 2012, das ist dann schon der Karfreitag, am Ostersamstag, 7. April, lodern überall wieder die Osterfeuer und mit ein wenig Glück reicht dann wieder eine Hochdruckzone vom Atlantik bis nach Finnland und bringt mäßig warme Luft.
In Großburgwedel wird das Osterfeuer traditionell am Ostersonntag entzündet.
Der langjährigen Tradition von über 20 Jahren folgend, hatten die Mitglieder der Jungen Union Burgwedel auch in diesem Jahr wieder Zeit und Kraft investiert, um auf dem Mühlenberg zwischen Klein- und Großburgwedel einen stattlichen Stapel Brennmaterial zu errichten. Eine notwendige Absperrung rund um das Osterfeuer gewährleistete die Sicherheit der Besucher bei dem schnell entzündlichen, trockenen Geäst. Die vergangenen trockenen Wochen hatten jedoch auch den Nachteil, dass der Platz rund um das Osterfeuer höchst staubig war und sich schnell ein grauer Film auf Schuhen und Hosenbeinen abzeichnete.
Anders als in den vergangenen Jahren ging in diesem schließlich kein Fackelzug durch die Stadt mehr voraus, da auch diesjährig keine musikalische Begleitung gefunden werden konnte. Ansonsten durften sich die Besucher des Abends über Althergebrachtes wie deftiges Grillgut, kühle Getränke und einen geselligen Treffpunkt für alle Altersgruppen freuen.