Ortswehr Engensen zog positive Bilanz für das vergangene Feuerwehrjahr

Ortsbrandmeister Uwe Balke verabschiedete Klaus Dieter Engling, der 21 Jahre lang Gerätewart der Ortswehr Engensen war. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Stadtbrandmeister Friedhelm Leisenberg ehrte Herbert Mücke, der seit 60 Jahren Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr Engensen ist. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Feuerwehrmusikzug Engensen sucht weiterhin neue Mitglieder

ENGENSEN (hhs). Am vergangenen Samstag hatte die Freiwillige Feuerwehr Engensen zu ihrer Jahreshauptversammlung eingeladen, wie in jedem Jahr in der Mehrzweckhalle, und wie auch in jedem Jahr, mit dem gemeinsamen Essen gleich nach der Eröffnung der Versammlung. Der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Burgwedel, Jörg Heuer, der in Vertretung Dr. Hendrik Hoppenstedts anwesend war, lobte diese Tradition ausdrücklich. Ein satter Bauer sei ein zufriedener Bauer, zitierte er eine alte ländliche Weisheit. Die Engenser sollten diese schöne Tradition beibehalten, auch im Sinne des guten Verlaufs späterer Jahreshauptversammlungen.
Die Freiwilligen Feuerwehren seien in der Stadt gut aufgestellt, fuhr Heuer fort. 2013 erhalte Engensen ein neues Fahrzeug. Dass dieses nun auch noch einen Tank erhalte, liege nicht zuletzt daran, dass die Ortswehr Engensen in den vergangenen Jahren immer maßvolle Forderungen gestellt habe. Zu diesem Punkt gab Lothar Urban, Vorsitzender des Feuerschutzausschusses, später zu bedenken, es mute ihn auch irgendwie peinlich an, wenn er daran denke, dass im Falle eines Brandes die eintreffende Wehr kein Wasser parat habe.
Ortsbürgermeister Friedhelm Stein hob das gute Verhältnis zwischen Feuerwehr und Ortsrat hervor und das Vertrauen. Man habe sich gegenseitig unterstützt. Ausdrücklich bedankte sich Stein, dass die Ortswehr „den größten und schönsten Weihnachtsbaum der Stadt Burgwedel zweimal neu aufgestellt hat“.
Stadtbrandmeister Friedhelm Leisenberg sprach von einer Vielzahl von Einsätzen, die die Ortswehren der Stadt in 2011 abzuarbeiten hatten. Die so genannten Hilfeleistungen nähmen immer stärker zu: „Immer öfter müssen wir kleine Dienste über den Tag erledigen“, schimpfte er. „Was würden die Leute nur machen, wenn es keine Feuerwehren gäbe?“ In der Zukunft müsse man die Ausrüstung der Ortswehren so verändern, dass man die Einsätze mit weniger Leuten erledigen kann. Auch Michael Gilles, der Stadtjugendfeuerwehrwart, zog eine positive Bilanz: Insgesamt 102 Kinder und Jugendliche, darunter 24 Mädchen werden in den Jugendwehren der Stadt betreut. Soziales Engagement des Nachwuchses habe einen großen Raum eingenommen in Zusammenarbeit mit dem Kinderschutzbund Burgwedel. 17 Jugendfeuerwehrleute haben die „Jugendflamme I“ mit Erfolg absolviert, einmal sei die „Jugendflamme III“ geschafft worden und siebenmal die Leistungsspange.
Kernstück einer jeden Feuerwehrversammlung ist der Bericht des Ortsbrandmeisters. Die Engenser Wehr bestehe aus 35 aktiven Mitgliedern, 31 Musikerinnen und Musikern, 26 Passiven, 13 Jugendfeuerwehrleuten, acht Kleinlöschmeistern und 218 fördernden Mitgliedern, insgesamt 331 Mitgliedern. Im vergangenen Jahr habe die Wehr zehn Einsätze fahren müssen, fünfmal zu Bränden, drei technische Hilfeleistungen und zwei Übungen. „Den ersten Brand des Jahres haben wir mit der Gießkanne gelöscht“, schmunzelte Ortsbrandmeister Uwe Balke. Der Arbeits- und Übungsdienst sei umfangreich gewesen: Zwei Löschgruppen haben ihren Dienst verrichtet, man habe für die Geräteerhaltung gesorgt, die Wasserstellen kontrolliert, an überörtlichen Veranstaltungen wie Atemschutztraining, „UVV-Belehrungen“ teilgenommen und Lehrgänge an der FTZ Burgdorf und Celle besucht.
Der Musikzug bestehe aus 31 Mitgliedern, habe in 2011 mit 44 Übungsabenden die Grundlagen geschaffen für17 Auftritte als Feuerwehrmusikzug und weiteren acht zur Brauchtumspflege. Die Jugendfeuerwehr Engensen bilde 13 Jugendliche und acht Kleinlöschmeister aus mit Kinobesuchen, Zeltlager, Schwimmen, Feuerwehr technischem Dienst, den Maispielen in Thönse. Die aktiven Kameraden hätten eine Menge kameradschaftlicher Veranstaltungen zusätzlich geleistet: Jahreshauptversammlung, Stadtfeuerwehrtag, Übung „Alter Löschbezirk“. Laternenumzug, Volkstrauertag, Nikolauskonzert und Jahresabschlusswanderung. Im vergangenen Jahr habe die Wehr neun fördernde Mitglieder aufgenommen, drei Musiker und ein aktives Mitglied. Es werde aber immer noch Verstärkung für den Musikzug gesucht. Klaus-Dieter Engling, der 21 Jahre lang Gerätewart der Wehr war, wurde von Balke verabschiedet und er erhielt ein kleines Geschenk. Thorsten Wiekenberg wurde zum Löschmeister befördert. Stadtbrandmeister Friedhelm Leisenberg ehrte Herbert Mücke für 60 Jahre Mitgliedshaft in der Freiwilligen Feuerwehr Engensen.