Ortsratssitzung mit dem Fahrrad führte zu den Problempunkten in Wettmar

Ortsbesichtigung mit dem Fahrrad: Der Ortsrat Wettmar startete bei strahlendem Sonnenschein am Dorfgemeinschaftshaus. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Ortsbürgermeister Rainer Fredermann begrüßte am Dr.-Hesseken-Ring die Bewohnerinnen und Bewohner des Neubaugebiets. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Beschlüsse werden auf der nächsten Ortsratssitzung am kommenden Dienstag gefasst

WETTMAR (hhs). Am vergangenen Samstag war es wieder soweit: Der Ortsrat Wettmar hatte zu seiner alljährlichen Ortsbegehung mit dem Fahrrad geladen. Eine imposante Gruppe fand sich im Dorfgemeinschaftshaus zusammen, wo Ortsbürgermeister Rainer Fredermann diese „Sitzung“ offiziell eröffnete. Zunächst ging Fredermann auf einen Vorschlag des Männergesangvereins Germania Wettmar ein. Dieser hatte vorgeschlagen, die Begrüßungsschilder an den Ortseingängen Wettmars zu verändern. Wie vieles andere auch haben diese Willkommenstafeln im Laufe der Jahre unter dem Zahn der Zeit und der Witterung gelitten.
Bisher war es so, dass die Tafeln von den drei Hauptvereinen der Ortschaft betreut wurden, von Feuerwehr, Männergesangverein und Schützenverein. Insbesondere das Schild am Ortseingang Richtung Thönse ist gegenwärtig ein Bild des Jammers. Wettmars singende Germanen haben nun eine Komplettsanierung des Problems vorgeschlagen. Es sollen drei neue Schilder aufgestellt werden, aber nicht in der hängenden Form sondern fest stehend und in einer festen Aluminiumkonstruktion mit schützendem Dach, was zu weitaus mehr Stabilität der Bauwerke am Straßenrand führen würde. Dieser Vorschlag scheint soweit einleuchtend. Allerdings hatte der MGV auch angeregt, der Ortsrat solle dafür zukünftig alle Kosten tragen. Das Problem wurde auf die Tagesordnung der nächsten Ortsratssitzung gesetzt.
Anschließend bestiegen die Lokalpolitiker und knapp 15 interessierte Einwohnerinnen und Einwohner ihre Räder und machten sich auf zum nächsten Ziel der Tour, in das Neubaugebiet in den Dr.-Hesseken-Ring.
Hier hatten sich die Ortsratsdamen und -Herren angekündigt. Mit dabei einige Vertreter der Verwaltung, denn hier sollte es nun um die Ausgestaltung der Straßen in diesem Baugebiet gehen. Noch handelt es sich um Baustraßen, die aber bald ihre endgültige Form erhalten sollen, natürlich mit der entsprechenden Bepflanzung. „Wir wollen von den Bewohnern wissen, wohin die Bäume nach ihrem Willen gepflanzt werden sollen“, erläuterte Rainer Fredermann den Hintergrund. „Damit vermeiden wir, dass wir jetzt die Bäume dahin pflanzen, wo die Bürgerinnen und Bürger später zum Beispiel eine Garageneinfahrt planen“, formulierte er ein Beispiel.
Vor Ort angekommen, zeigte es sich, dass die Ankündigung Früchte getragen hatte. Kaum hatten die Lokalpolitiker ihre Fahrräder abgestellt, kamen die Hausbesitzer von ihren Grundstücken. Dann begann das Procedere, Grundstück für Grundstück wurde abgearbeitet. Nun wissen die Planer in der Verwaltung, wohin die Bäume kommen sollen, und sie wissen auch, dass dann die Wettmarer in diesem Neubaugebiet sich gut betreut fühlen.
Weiter ging es zur nächsten Station in den Bereich Hauptstraße/Schulstraße. Hier hatten die beiden aufeinanderfolgenden harten Winter ihren Tribut gefordert. Der Frost hatte das Pflaster hochgedrückt. Dabei hat starkes Wurzelwachstum dazu geführt, dass an einigen Stellen die Pflasterung zu Stolpersteinen wurde.
Weiter ging es zu den Parkproblemen an der Hauptstraße, wo es in der Nähe der Zahnarztpraxis immer wieder sehr unübersichtlich wird, weil die Anwohner zu nahe an der Straßeneinmündung ihre Fahrzeuge abstellen. Dann ging es raus in die freie Natur zum Waldfriedhof in Sachen Sitzbank und schließlich zurück zum Westerfeldweg. Hier haben einige Dornbüsche insbesondere für Radfahrer gefährliche Ausmaße erreicht. Die Beschlüsse, die nun nach der Ortsbesichtigung per Rad notwendig werden, und auch die Willkommenstafeln, werden auf der nächsten Sitzung des Ortsrates Wettmar am Dienstag, 26. April um 20.00 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus gefasst.