Ortsrat wehrt sich gegen Verkürzung der Buslinie 621

Vom 621-er Bus angefahren werden tagsüber in Wettmar nur die Haltestellen Celler Weg, Lönsweg und Schule, die zudem noch relativ nah beieinanderliegen. (Foto: Renate Tiffe)

Von Wettmar aus ist der Bahnhof schwer zu erreichen

WETTMAR (ti). Die Änderung des Fahrweges der Buslinie 621 im Fahrplan 2010 brachte es mit sich, dass praktisch der ganze Westteil des Ortes an den Wochentagen tagsüber vom Öffentlichen Personen-Nahverkehr abgeschnitten ist. Der Ortsrat griff die Unzufriedenheit der Fahrgäste auf und beschloss einen Antrag auf Rücknahme an die Regionsverwaltung zu stellen. Dieser Antrag wurde abschlägig beschieden.
Vom 621-er Bus angefahren werden in Wettmar nur die Haltestellen Celler Weg, Lönsweg und Schule, die zudem noch relativ nah beieinanderliegen. Über die CDU-Fraktion in der Regionsversammlung war es dem Wettmarer Ortsbürgermeister Rainer Fredermann, der zugleich Regionsabgeordneter ist, gelungen, dass der Antrag einigermaßen schnell auf die Tagesordnung des Verkehrsausschusses kam. Mit dem Argument, dass durch die Verkürzung des Fahrweges mehr Sicherheit für die Anschlüsse an die Metronom-Züge erreicht werde, war der Antrag abgelehnt worden.
Für Fredermann sind die Gründe nicht nachvollziehbar. Das Ergebnis sei, dass die Leute dann doch in den eigenen PKW steigen, um zum Bahnhof zu gelangen. Sie müssten sonst in Wettmar überlange Wege in Kauf nehmen oder mit der Linie 651 über den Umweg Großburgwedel – mit Umsteigen und Wartezeiten – zum Bahnhof fahren. Außerdem leuchtet es dem CDU-Politiker nicht ein, dass tagsüber, wenn weniger Leute einsteigen, nicht gehen soll, was während des Berufsverkehrs sehr wohl funktioniert. Er schlug deswegen vor, dass der Antrag noch einmal über den Stadtrat gestellt werden sollte. Ohnehin könnte die gewünschte Wiederherstellung der kompletten Buslinie erst im Fahrplan 2013 realisiert werden.
Ein weiteres Ärgernis sind für Fredermann die Fahrzeiten am Wochenende. Am Samstag verzeichnet der Fahrplan über acht Stunden einen stündlichen Rhythmus, während die Busse am Sonntag nur alle zwei Stunden abfahren. Da könnte es gut sein, dass man am Bahnhof eine Stunde lang warten muss, hat er erfahren. Eine Änderung würde nach Auffassung der Regionsverwaltung zu teuer kommen. Sie verwies darauf, dass zum Fahrplan 2014 generell untersucht werde, wieweit die Stundentakte bei den Buslinien unter Abwägung der Kosten-Nutzung-Rechnung sinnvoll seien.