Ortsrat spricht sich für Tempo 30 nachts auf L 310 in Fuhrberg aus

Rechts der L 310 wird es keinen Gehweg geben. Die Mehrheit der Anlieger hatte sich gegen diese Pläne ausgesprochen. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Gehweg Richtung Ortsausgang Celle abgelehnt

FUHRBERG (hhs). Der Ortsrat Fuhrberg hat auf seiner letzten Sitzung am Montagabend dieser Woche eine eindeutige Stellungnahme zur Verkehrssituation n der Ortschaft Fuhrberg abgegeben. Der Ortsrat sprach sich für eine Geschwindigkeitsreduzierung nachts für alle Fahrzeuge auf der L 310 aus. In Zukunft sollen auf der Ortsdurchfahrt nur noch 30 Km/h zulässig sein im Zeitraum von 22.00 bis. 6.00 Uhr. Der Antrag eines Anliegers der L 310, einen Gehweg und eine Ampel Richtung Ortsausgang Celle rechts der Fahrbahn anzulegen, wurde abgelehnt.
Die CDU Fraktion, die mit insgesamt drei Sitzen über die Mehrheit im Ortsrat verfügt, hatte vier Anträge zum Thema Ortsumgehung vorbereitet, deren erster sich für die Geschwindigkeitsreduzierung nachts auf der L 310 aussprach. Zur Vorgeschichte: Der Rat der Stadt Burgwedel hatte die Region Hannover veranlasst zu prüfen, ob ein grundsätzliches Nachtfahrverbot für Lkw auf der Ortsdurchfahrt umsetzbar sei. Dieses hatte die Region Hannover als aussichtslos eingeschätzt, wohl aber signalisiert, dass eine Geschwindigkeitsreduzierung möglich sei. In der kurzen Aussprache zu diesem Punkt bezeichnete der SPD Ortsratsherr Tacke die Beschränkung der Geschwindigkeit als „Blödsinn“. Niemand werde sich daran halten. Ortsbürgermeister Heiner Neddermeyer nahm hierzu Stellung und kündigte stärkere Überwachung der Einhaltung dieser Regelung durch die Polizei an. Dieser Beschluss ging mit den Stimmen der CDU durch.
Die drei übrigen Anträge frischten im Prinzip die alte Beschlusslage des Ortsrates noch einmal auf: Zunächst fiel einstimmiger Beschluss, dass die Stadt Burgwedel die zuständigen Landes- und Bundesbehörden auffordern möge, eine umfassende Verkehrsplanung vorzulegen, die eine zukunftsfähige westliche Anbindung Fuhrbergs an die Umgehung Celle beinhalte.
Dann sprach sich der Ortsrat mit den Stimmen der CDU gegen jede Umgehungsstraße um den Ort aus. Schließlich war man wieder einstimmig: Für die Ortsdurchfahrt Fuhrberg sollen alle erdenklichen Voraussetzungen für die Gewährleistung eines erträglichen Zustandes für die Anlieger geschaffen werden. Dazu sei die Erneuerung der Fahrbahndecke im gesamten Ortsbereich vorzunehmen.
Letzter Tagesordnungspunkt war der Antrag eines Anliegers „rechts der L 310 Richtung Ortsausgang Celle“, man möge auf der rechten Straßenseite einen Gehweg anlegen und etwa in Höhe der Firma Barroi eine Ampelanlage zum Überqueren der vielbefahrenen Straße schaffen. Ortsbürgermeister Heiner Neddermeyer hatte dazu die übrigen Anlieger um Stellungnahme gebeten: „Bis auf einen Anlieger haben alle anderen dieses Vorhaben abgelehnt“, gab er seinen Ortsratskollegen bekannt. Der Ortsrat folgte dann dem Bürgerwillen und sprach sich einstimmig gegen Gehweg und Ampel aus.
In seinem Tätigkeitsbericht hatte Neddermeyer bestätigt, dass die Poststelle in Fuhrberg am 26. April zum letzten Mal für ihre Kunden offen stehe. „Wir haben große Hoffnungen auf einen neuen Standort“, sagte Neddermeyer in diesem Zusammenhang. „Wir gehen davon aus, dass die Fuhrberger weiterhin den gewohnten Postservice in der Ortschaft nutzen können“. Die so genannte Kriegsgräbersammlung habe ein sehr gutes Ergebnis gebracht: Das bewährte Team habe 2452,50 Euro in der Ortschaft gesammelt.