Ortsrat Fuhrberg präsentiert die Pläne für den Bau des Frischemarktes

Wann? 02.02.2011 20:00 Uhr

Wo? Gemeindehaus Fuhrberg, In den Tweechten 8, 30938 Burgwedel DEauf Karte anzeigen
Burgwedel: Gemeindehaus Fuhrberg |

Finanzierungsmodelle werden am Mittwoch, 2. Februar um 20.00 vorgestellt

FUHRBERG (hhs). Am kommenden Mittwoch, den 2. Februar lädt der Ortsrat Fuhrberg zu seiner nächsten Sitzung um 20.00 Uhr in das ev. Gemeindehaus ein. Der ungewohnte Ort für die Sitzung hat seinen Grund: Das Gremium will die gegenwärtige Entwicklung und insbesondere die möglichen Finanzierungsmodelle für den geplanten Frischemarkt vorstellen. Man hofft auf starke Beteiligung der Fuhrberger Bürger und hat sich deswegen den größten zur Verfügung stehenden Raum gesucht.
Der Ablauf dieser Sitzung wird im wesentlichen von den weiteren Planungen zum Bau des Frischemarktes bestimmt sein. Zunächst sind einige Formalien abzuarbeiten, Begrüßung, Feststellung der Beschlussfähigkeit und der Tagesordnung. Dann folgt, wie es Ortsbürgermeister Heiner Neddermeyer und sein Stellvertreter Sigmar Tacke ausdrückten im Gespräch mit den Burgwedeler Nachrichten, ein kurzer Bericht des Ortsbürgermeisters. Dann steht der Frischemarkt im Mittelpunkt der Sitzung. Anwesend sein werden Torsten Pagel, Betreiber des Frischemarktes in Resse, nach dessen Vorbild auch der hiesige Markt entstehen soll. Ein Vertreter des Architektenbüros Heinkru, das den Markt geplant hat und auch für den Bau zuständig ist, im weiteren ein Vertreter des Lebensmittelgroßhändlers Lüning.
Im Verlauf der Sitzung werden die möglichen Finanzierungsmodelle für den Markt in Fuhrberg dargestellt. Neddermeyer und Tacke bezifferten die Gesamtkosten für den Markt am Ortsausgang Fuhrbergs Richtung Mellendorf mit etwa 900.000 Euro. Ein Teil davon soll nach den bisherigen Vorstellungen in Form einer genossenschaftlich organisierten Finanzierungsgesellschaft aufgebracht werden. In der Sitzung will der Ortsrat ausloten, wie stark das Interesse der Fuhrbergerinnen und Fuhrberger an einer Unterstützung der Finanzierungsgesellschaft ist. Dazu gehört auch die Erkundung, mit welchen Beträgen die Einwohner sich beteiligen können und wollen. Das Modell einer genossenschaftlichen Finanzierung wie in Resse geschehen, biete sich auch für Fuhrberg an, wenn die Interessenten sich mit eher kleineren Beträgen einbringen wollten, womit Tacke und Neddermeyer eher rechnen. Allerdings haben sie auch einen „Plan B“ für den Fall, dass die Tendenz stärker zu größeren Gesellschaftsanteilen neige. Dann mache eine Haftungs beschränkte Personengesellschaft in Form einer „GmbH & Co. KG“ mehr Sinn. Beide Modelle sollen an diesem Abend ausführlich vorgestellt werden.
Torsten Pagel, der potentielle Betreiber des Frischemarktes in Fuhrberg, und der Vertreter des Max Lüning Lebensmittel Großhandels werden die angedachten Angebote in dem neuen Lebensmittelversorger vorstellen. Lüning und Pagel wollen für einen Vollsortimenter auf der Basis des EDEKA-Sortiments sorgen mit Fleisch- und Wurstwaren, einem Bäcker, nach Möglichkeit ausgestattet mit einem Bankautomaten.
Gegenüber den Burgwedeler Nachrichten kündigten Heiner Neddermeyer und Sigmar Tacke an, dass sich der Bau des Marktes in Fuhrberg wahrscheinlich verzögern wird. Der für das Gebiet derzeit geltende Bebauungsplan sei unter anderen Voraussetzungen erstellt worden und setze für einen zu bauenden Markt eine hochwertige Fassade in Klinkerbauweise vor. Das sei allerdings nicht zu finanzieren, so Neddermeyer. Der geltende Bebauungsplan könne nicht einfach geändert werden, es müsse ein vollkommen neuer Bebauungsplan beschlossen werden, was zu Verzögerungen führen werde. Allerdings gelte Burgwedel als schnellste Kommune Niedersachsens, wenn es darum gehe, bauliche Rahmenbedingungen an die veränderten Bedürfnisse anzupassen, gaben sich die beiden zuversichtlich.