Ortsdurchfahrt Thönse

Ortsbürgermeister Heinz-Theo Rockahr hat Bedenken: Das Haltestellenschild Thönse/Bruchstraße steht seiner Ansicht nach zu weit auf dem Gehweg.
 
Bis Freitag war hier nach dem Ausstieg an der Haltestelle Bruchstraße Schluss für die Schulkinder: Sie mussten die Lange Reihe und die Neuwarmbüchener Straße (K117, links im Bild) überqueren, um in Richtung Großburgwedel zur Ampel an der Grundschule zu gelangen.

Ersatzhaltestelle Bruchstraße wurde aus der Baustelle 50 Meter in Richtung Großburgwedel verlegt

THÖNSE (bgp). Obwohl Ortsbürgermeister Heinz-Theo Rockahr sich grundsätzlich darüber freut, dass in Thönse eine „schöne Ortsdurchfahrt“ gebaut wird, berichtete er am Freitagvormittag über Beschwerden durch Anwohner und Eltern von Schulkindern. Die Bushaltestelle Thönse/Bruchstraße bereite ihnen Kopfzerbrechen, da die Kinder auf dem Weg zur Schule aus Richtung Engensen mitten in der Baustelle aussteigen müssten. Anschließend müssten sie die Lange Reihe und die Neuwarmbüchener Straße queren, um sicher an der Fußgängerampel über die Straße zur Schule zu gelangen. Die Bushaltestelle sollte laut Informationstafel der Regiobus schon am Donnerstag, 16. Januar, rund 50 Meter in Richtung Großburgwedel verlegt werden.

Mittlerweile ist das Problem jedoch behoben. Die Bushaltestelle Thönse/Bruchstraße wurde laut Roman Machmer vom Team Infrastruktur der Region Hannover noch am Freitag rund 50 Meter weiter hinter die Einmündung der Schmiedestraße in Richtung Großburgwedel verlegt.
Für etwa vier Wochen können Nutzer der Buslinien 621 und 639 an der Ersatzhaltestelle Ecke Lange Reihe/Schmiedestraße sicher ein- und aussteigen. Für die Fahrt um 7.10 Uhr auf der Regiobus-Linie 639 ab Engensen/Kapellenstraße nach Thönse/Bruchstraße ist eine Ersatzhaltestelle an der Neuwarmbüchener Straße eingerichtet. Schulkinder müssen dann die Neuwarmbüchener Straße nicht mehr queren, um zur Fußgängerampel an der Grundschule zu gelangen.
Bedenken hatte Rockahr auch wegen der Beschilderung der neuen barrierefrei ausgebauten Haltestelle Bruchstraße auf Höhe der Thönser Kapelle geäußert. „Das Schild steht auf dem Gehweg“, monierte er. Seine Befürchtung sei es, dass vor allem Radfahrer mit dem Schild kollidieren könnten, auch wenn sie später den zurzeit noch im Bau befindlichen Schutzstreifen nutzen müssten. Auf der Gegenseite gebe es das Problem nicht, so Rockahr. Das dortige Schild steht dicht am angrenzenden Zaun eines Grundstücks und schränkt den Gehweg kaum ein. Laut Machmer werden die Haltestellen individuell an die jeweils vorhandene Gehwegbreite angepasst. Bis zu einer Breite von 2,5 Metern werden die Schilder an den Rand der fahrbahnabgewandten Seite gesetzt. Bei breiteren Gehwegen solle das „typische Design“ erhalten werden und das Schild wegen der besseren Sichtbarkeit nahe an der Fahrbahn am taktilen Auffindungsfeld für den Einstieg stehen.
Probleme bereite auch die fehlende Beschilderung für eine innerörtliche Umleitung des Verkehrs, so Rockahr. Auswärtige suchten oft sehr lange nach einem Weg zum örtlichen Seniorenpflegeheim oder dem Café sowie weiteren anliegenden Betrieben entlang des gesperrten Abschnitts. Die großräumige Umfahrung sei zwar ausgeschildert, innerorts setze die Region offenbar auf Ortskenntnis. Die Vollsperrung des Abschnitts zwischen Bruchstraße und Neuwarmbüchener Straße (K117) wird voraussichtlich noch bis Ende März dauern, so die Planung der Region Hannover.
In den Ortseingängen aus Richtung Engensen und Großburgwedel sollen neu installierte Fahrbahnteiler als „Tempobremsen“ dienen. Die südliche Fahrbahnseite der Ortsdurchfahrt wird darüber hinaus mit Schutzstreifen ausgestattet, auf der nördlichen Seite der Fahrbahn sind Piktogramme vorgesehen, um die Führung des Radverkehrs zu verdeutlichen. Der Zebrastreifen neben der neuen Haltestelle Bruchstraße wird durch eine moderne Ampelanlage mit taktilen und akustischen Signalgebern ersetzt.