Oldtimer-Trecker-Wettbewerbe mit hohem Spaßfaktor

Bei den Wettkämpfen war große Geschicklichkeit gefordert: hier ein Trecker von Porsche, Baujahr 1960, mit 20 PS im Einsatz. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Treckerfans vergnügten sich auf dem Thönser Schützenplatz

THÖNSE (bgp). Wer laute Motoren und Dieselgeruch mag, kam am Samstag auf dem Schützenplatz in Thönse voll auf seine Kosten.
Nach zweijähriger Pause veranstalteten die Treckerfreunde aus dem Ort ihre elften Treckerspiele. Die Fahrzeuge durften nicht jünger als Baujahr 1975 sein, die Fahrer hingegen schon. Schon von weitem war das bereits aus einschlägigen „Werner Brösel Comics“ bekannte Motorengeräusch „Kult, Kult, Kult“ des alten Lanz Treckers zu hören und ließ das Herz der Freunde von alten Agrarfahrzeugen höher schlagen.
Jung und Alt hatten sich eingefunden, um die liebevoll erhaltenen Trecker zu begutachten und bei Brause, Bier und Würstchen zu fachsimpeln. Höhepunkt des Treffens bildeten die Wettkämpfe rund um die motorisierten „Ackergäule“.
Die Fahrer mussten ihr Gefühl für Geschwindigkeit beweisen, was angesichts der Tatsache, dass die alten Trecker noch keine Tachometer hatten, nicht so einfach war. Auf der Hinfahrt konnten sich die Fahrer noch an einer Anzeigentafel orientieren, die die Geschwindigkeit anzeigte. Die Rückfahrt musste dann bei „gefühlten“ 10 Stundenkilometern erfolgten und sorgte für reichlich Spaß.
Beim Geschicklichkeitsfahren hatten die Treckerfahrer die Aufgabe, um einen Rundballen herumzufahren und 5 Ringe auf lange Stäbe zu werfen, die in die Strohballen gesteckt waren. Viel Erfahrung beim Umgang mit ihrem Fahrzeug mussten die Akteure dann beim Rangieren eines Anhängers unter Beweis stellen, denn dieser wurde rückwärts über eine Strecke von 20 m gefahren, an eine Servolenkung war da nicht zu denken.
Körperlich gefordert waren die Fahrer dann beim Radwechsel. Unter Zeitnahme hatten sie mittels eines Kreuzschlüssels die Schraubenmuttern möglichst schnell zu lösen, den Reifen auf einer Stelle abzulegen und anschließend in rasendem Tempo wieder anzuschrauben. Die Zuschauer feuerten sie ordentlich an und die Radschrauber schwitzten dazu.
„Wir hatten sehr viel Spaß und es sind etwa 150 Leute gekommen, aber leider etwas weniger als beim vorigen Mal“, resümierte Dr. Jörg Bartlau von den Treckerfreunden Thönse. Er führe die etwas geringere Besucherzahl auf die parallel laufenden Veranstaltungen im Stadtgebiet Burgwedel zurück, sei aber sehr zufrieden. Große Zufriedenheit verspürte auch Rainer Könecke aus Kleinburgwedel, denn er hatte mit seinem 15-er Deutz den ersten Platz bei den Treckerspielen gemacht.