Oldhorster Eltern wollen Radweg zum Schulzentrum

Die L383 wird mittelfristig einen Radweg erhalten, der die Ortschaft Oldhorst, mit dem in diesem Jahr zu bauenden Kreisverkehr an der Kreuzung L 383/K116 und Großburgwedel verbinden wird. (Foto: Hans Hermann Schröder)
GROSSBURGWEDEL/OLDHORST (hhs). Oldhorst, Burgwedels kleinster Ortsteil, verfügt nicht über eine Grundschule. Nun ist es Wunsch vieler Eltern nicht nur in Oldhorst, dass die Kinder bei entsprechendem Wetter mit dem Fahrrad zur Schule fahren können, sei es zu den Grundschulen in den übrigen Ortsteilen oder zum Schulzentrum nach Großburgwedel.
Doch für die Oldhorster Kinder ist dies mit einem zu hohen Risiko verbunden: Eine Radwegverbindung nach Großburgwedel oder Thönse gibt es nicht, auch nicht nach Schillerslage oder Neuwarmbüchen. Die Kinder müssten auf der unfallträchtigen Landesstraße 383 entlangradeln.
In den vergangenen Monaten keimte dennoch die Hoffnung auf eine Radwegverbindung. Wie in den Burgwedeler Nachrichten berichtet, plant die Landesstraßenbaubehörde gemeinsam mit der Region Hannover den Umbau der sogenannten „Oldhorster Kreuzung“ (L383/K116) zu einem Kreisverkehr. Die Arbeiten dafür werden voraussichtlich noch in diesem Jahr beginnen. Im Zuge des Umbaus, das geht aus einer Mitteilung der Straßenmeisterei Burgdorf hervor, soll eine Radwegverbindung von Neuwarmbüchen nach Thönse gebaut werden. Deswegen, so die Straßenmeisterei, werde „der Kreisel in alle 4 Richtungen für den Radverkehr vorbereitet und mit gebaut“.
In diesem Zusammenhang hat der Ortsrat Oldhorst nun beantragt, die Ortschaft Oldhorst mittels eines Radweges entlang der L 383 an den zukünftigen Kreisverkehr anzuschließen. Die Verwaltung möge den Antrag an das Land als Bauträger weiterleiten. Die Stadt Burgwedel habe im vergangenen Jahr im Rahmen der Beteiligung zum Landesradwegkonzept einen Radweg von Großburgwedel nach Schillerslage gefordert.
Dazu teilte die Straßenmeisterei Burgdorf allerdings mit, dieser Radweg befinde sich im Planungsprogramm, es sei aber noch keine Planung dafür in Vorbereitung, da dieser Radweg noch nicht in der höchsten Priorität stehe und somit für die Straßenmeisterei noch kein Planungsauftrag vorliege. Der Radweg entlang der L 383 werde deswegen in diesem Jahr nicht mehr gebaut.
Dieser oben formulierte Antrag lag dem Planungs- und Tiefbauausschuss der Stadt Burgwedel auf seiner letzten Sitzung am Dienstag dieser Woche vor. In der Diskussion erläuterte der Leiter des Bauamtes der Stadt Burgwedel, Niklas Gutzler, es läge noch keine Aussage seitens des Landes vor, wann der Bau des Radweges an der L383 beginne.
Radwege müssten sein, erklärte Fritz Papenberg (CDU), aber dem Vorschlag des Ortsrates Oldhorst, die Stadt Burgwedel solle im Falle einer negativen Entscheidung des Landes den Bau aus städtischen Mitteln finanzieren, lehnte er ab. Heinz Visel von den Grünen sagte, er setze darauf, dass dieser Radweg komme, und signalisierte Zustimmung zu dem Oldhorster Vorstoß. Der Beschluss, dass dieser Radweg gebaut werden soll, fiel anschließend einstimmig.