Öffentlichkeitsbeteiligung auch bei „Brechanlage Bluhm“

Die Brechanlage der Firma Bluhm muss nach dem Willen der Region Hannover in diesem Jahr noch umziehen. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Neuer Standort westlich der Bahn ist nicht unumstritten

KLEINBURGWEDEL (hhs). Die Firma Bluhm in Kleinburgwedel betreibt seit Jahren nordöstlich der Ortschaft eine so genannte Brechanlage. Mit dem großen, mobilen Gerät, dass jetzt in einem Sandabbau steht, wird Bauschutt zu Granulat zermahlen, um danach wieder verwertet zu werden. Die Region Hannover hatte wie in dieser Zeitung berichtet, die Genehmigung dieser Brechanlage aus naturschutzrechtlichen Gründen nicht verlängert. „An eine Fortführung der Anlage dort auf dem Grundstück ist bei den gegenwärtigen Mehrheitsverhältnissen in der Regionsversammlung nicht zu denken“, sagte Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt. Dennoch habe man ein geeignetes Grundstück für den Weiterbetrieb gefunden nordwestlich der Gärtnerei Pritschow am Hornweg. Die Region habe ihre Zustimmung dazu signalisiert.
Unterdessen mehren sich in der Ortschaft Kleinburgwedel die Stimmen, die den Betrieb dieser Brechanlage am neuen Ort in Frage stellen. Er liege zu nahe am neuen Gewerbegebiet und man befürchte, Staub und Lärmimmissionen könnten potentielle Interessenten für eines der Gewerbegrundstücke am Hornweg abschrecken. Da helfe auch nicht die Zusage des Betreibers, die Anlage würde nicht durchgehend sondern nur an etwa 21 Tagen jährlich dort arbeiten und Bauschutt zerkleinern. Für viele Kleinburgwedeler aber war der eigentliche Stein des Anstoßes, dass der Eindruck erweckt worden sei, bei diesem Projekt solle die Beteiligung der Öffentlichkeit ausgeschlossen werden.
Dem trat Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt am Dienstag entschieden entgegen. Dieses Verfahren werde wie alle anderen in Burgwedel auch nach Recht und Gesetz ablaufen. Wenn die Firma Bluhm das anvisierte Gelände für den Weiterbetrieb der Brechanlage nutzen wolle, müsse es Änderungen im Flächennutzungsplan und im Bebauungsplan geben. Im Rahmen dieses Verwaltungsverfahrens sei die öffentliche Auslegung zwingend vorgesehen. „Nach meiner Meinung ist der jetzige Standort der Brechanlage der wohl dafür geeignetste, der sich in der Stadt Burgwedel finden lässt. Aber wir sind gehalten, die Vorgaben der Region Hannover zu akzeptieren. Die Firma Bluhm zahlt hier in Burgwedel ihre Gewerbesteuern und die Stadt Burgwedel wird alles tun, damit das auch so bleibt“.