Niederlage im Derby

Amelie Rochteau kommt nach nur einem Jahr Pause in der kommenden Saison zurück zum TTK Großurgwedel. (Foto: Horst Hillner)

Kein Happy End zum Saisonabschluss der TT-Damen

GROSSBURGWEDEL (r/bs). Dem TTK Großburgwedel hat der Saisonabschluss in der 2. Tischtennis-Bundesliga der Damen mit dem 2:6 im Lokalderby beim MTV Tostedt kein Happyend beschert.
Das sportliche Ziel, den Klassenerhalt, schaffte die Mannschaft auf dem sechsten Tabellenplatz allerdings mehr als souverän, so dass sich bei den Spielerinnen und beim Management auch nach der Niederlage allgemeine Zufriedenheit breit machte. Das Feld für 2019/20 ist nach dem freiwilligen Rückschritt in die 3. Bundesliga Nord schon bestens bestellt, die Sommerpause kann beruhigt angegangen werden.
Während das TTK-Quartett nicht mehr in stärkster Formation antrat, denn neben Kristina Kazantseva fehlte auch Aida Rahmo, präsentierte sich der Erzrivale fast in kompletter Montur. Auf der Spitzenposition spielte mit Irene Ivancan eine ehemalige Nationalspielerin, die 2011 Vize-Europameisterin im Einzel wurde. Das vordere Paarkreuz komplettierte Yvonne Kaiser, eine ebenfalls bundesligaerfahrene Spielerin. Ein Wiedersehen ergab sich mit der Ex-Burgwedelerin Lotta Rose. Sarah Textor vervollständigte die Gastgeberinnen.
Bei der Premiere für Janina Hermsdorf, die aus der eigenen Jugend als Ersatz beim TTK einsprang, lag die Messlatte beim 0:3 gegen die Linkshänderin Rose erwartungsgemäß hoch. Doch die 16-Jährige versteckte sich nicht und bot einige sehenswerte Ballwechsel an. „Wir waren von Janina alle positiv überrascht. Natürlich muss sie noch viel trainieren, um auf diesem Niveau spielen zu können. Aber sie zeigte ihr gutes Potential“, erklärte Teamsprecherin Dijana Holokova. Die Niederländerin Suzanne Dieker hängte sich gegen Textor noch einmal richtig ins Match und scheiterte mit 8:11, 11:5, 10:12, 20:18, 4:11 nur knapp.
Dafür drückte Polina Trifonova der Partie ihren Stempel auf, denn nach dem kollektiven 0:6-Ausfall im Hinspiel revanchierte sich die gebürtige Bulgarin gegen Kaiser mit einem 11:3, 11:5, 11:4 ebenso eindrucksvoll wie gegen Abwehrass Ivancan mit 11:9, 3:11, 11:8, 7:11, 11:3.
Ein schöner Abschied für die Nummer eins, die zum Ligakonkurrenten ESV Weil wechselt. „Polina agierte vor allem gegen Ivancan mit viel Geduld und insgesamt wie immer stark“, sagte Holoková, die schließlich gegen Kaiser wegen gesundheitlicher Probleme im dritten Satz aufgeben musste. Dadurch war die Niederlage besiegelt.