Neujahrskonzert für Jamaika

Trommeln was das Zeug hält! Die Kinder hatten mächtig Spaß beim Neujahrskonzert zugunsten von „Musiker ohne Grenzen“. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Musikschüler unterstützen „Musiker ohne Grenzen“ mit außergewöhnlichen Rhythmen

ISERNHAGEN FB (bgp). Das diesjährige Neujahrskonzert der Musikschule Isernhagen & Burgwedel stand ganz im Zeichen von Rhythmus und Bewegung zugunsten der guten Sache. Der Eintritt war frei, doch Spenden waren sehr willkommen, um Musikprojekte der Organisation „Musiker ohne Grenzen – Jamaika e. V.“ in Trenchtown zu unterstützen.
Die Schülerinnen und Schüler präsentierten im Rahmen der Benefizveranstaltung ihre Ergebnisse aus einem dreitägigen Vorbereitungs-Workshop unter Leitung von Cheyenne Helmdorf. Sie ist neue stellvertretende Schulleiterin der Musikschule und hatte mit den Kindern das Konzert vorbereitet. „Wir haben fast notenfrei gearbeitet“, betonte Helmdorf in der Begrüßung. Unterstützung bei der Arbeit hatten sie durch ein Team aus Studierenden, die ebenfalls am Konzert mitwirkten.
Das Ergebnis konnte sich sehen lassen, denn die Stücke nahmen das Publikum mit auf eine rhythmische Reise nach Jamaika. Wer noch über einen großen bunten Haufen Hausschuhe und Badelatschen neben der Bühne rätselte, wurde bald aufgeklärt. Sie lagen nicht dort, um an Kinderfüße gezogen zu werden, sondern um beeindruckend klar zu machen, wie man mit einfachen Mitteln zauberhaft Musik machen kann. Die Kinder rieben und klatschten damit, als sei es die selbstverständlichste Sache der Welt, diese Instrumente zu spielen.
Anrührend bewies die Gruppe, dass auch der menschliche Körper alles aufbietet, was als „Musikinstrument“ zum Einsatz kommen kann: Klatschen, Singen und rhythmisches Stampfen, selbst Flüstern war dabei. Die Kinder marschierten rund um die Zuschauer und flüsterten all das, was sie zuhause oft gesagt bekommen: „Mach die Wäsche, räum auf“. Dabei entstand ein säuselnder Rhythmus, dem die Zuschauer sich nicht entziehen konnten. Neben all den lästigen Kleinigkeiten, die so geflüstert wurden, war auch das Wichtigste zu hören, das den Geist des Benefizkonzertes in einem kleinen Satz zusammenfasste: „Ich hab dich lieb!“.