Neujahrsauftakt der CDU Fuhrberg

Staatsminister Dr. Hendrik Hoppenstedt warb für ein stärkeres europäisches Engagement in der Außenpolitik.
 
"Wir haben mehr Gäste als erwartet", freute sich der Vorsitzende der CDU Fuhrberg, Frank Töllner (r.).

Staatsminister Hendrik Hoppenstedt wirbt für mehr europäisches Engagement in der Außenpolitik

FUHRBERG (bgp). „Wir haben mehr Gäste als erwartet“, stellte der Fuhrberger CDU-Vorsitzende Frank Töllner beim 18. Neujahrsempfang am Sonntag erfreut fest. Viele hatten sich noch spontan entschieden und kamen ohne Anmeldung zu der Veranstaltung im Heidehotel Klütz vorbei. Ortsbürgermeister Heiner Neddermeyer war ebenfalls begeistert und merkte humorvoll an: „Für das kommende Jahr peilen wir den großen Saal an.“

Geboten wurde den rund 90 Gästen ein Informationsspektrum aus allen politischen Ebenen. Ehrengast Staatsminister Dr. Hendrik Hoppenstedt merkte launig an: "Ich kann mich nicht erinnern, dass ich einmal einen Neujahrsempfang in Fuhrberg verpasst hätte." Er berichtete aus der Bundespolitik und verwies auf die Stärken Deutschlands im internationalen Konkurrenzkampf, selbst wenn das Land nicht mit Rohstoffen gesegnet sei: „Wir müssen das alles mit unseren Köpfen erwirtschaften!“ Dazu gehörten die digitale Transformation und hohe Investitionen in die Forschung, die vor allem im Bereich der Künstlichen Intelligenz vorangebracht werden müsse. Der Fokus liege darin, entsprechende gesetzliche Grundlagen anzulegen, damit „wir unseren Kindern eine gut funktionierende Volkswirtschaft hinterlassen“, so Hoppenstedt. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels müssten außerdem „Leute aus Drittstaaten“ angeworben werden.

Der Staatsminister warb für die Interessen Europas und eine stärkere „weniger zögerliche europäische Außenpolitik“, um in Ländern wie Syrien die Vormachtstellung der „anderen Player“ einzudämmen und für eine Befriedung zu sorgen. In den vergangenen Jahren sei die EU außenpolitisch unter anderem durch den Brexit geschwächt worden. Mehr europäische Außenpolitik und Engagement, das auch in Afrika „nicht nachlassen“ dürfe, sei unabdingbar.
Das Klimaschutzpaket der Bundesregierung sei „besser, als alle uns immer attestiert haben“, betonte Hoppenstedt. Preissteigerungen ließen sich jedoch nicht vermeiden, diese müssten so gestaltet werden, dass der „ländliche Raum nicht benachteiligt“ werde. Er sprach von einem „maßvollen, fließenden Übergang“ und brach das Thema auf eine leicht verständliche Formel herunter: „Das Prinzip der Nachhaltigkeit kennen wir aus der Forstwirtschaft!“

Fredermann: „Jetzt müssen die Landesmittel für das Klinikum eingeworben werden“

Der CDU-Landtagsabgeordnete Rainer Fredermann äußerte Betroffenheit und verurteilte massive Anfeindungen gegenüber Kommunalpolitikern in Deutschland. Die Gesellschaft dürfe in ihren Äußerungen „Maß und Mitte nicht verlieren“, da seien „Bedacht und Respekt“ angebracht. Fredermann erläuterte kurz die Ausgaben im Landeshaushalt, außerdem erfuhren die Gäste, dass im Innenausschuss zur Zeit verstärkt am „Einsatzort Zukunft“ in punkto Feuerwehren gearbeitet werde. Auf Regions- und Kommunalebene sei das Thema „Regionsklinikum Großburgwedel“ wichtig. Seine Partei habe maßgeblich für den Erhalt des Standortes gekämpft, betonte Fredermann. Nun sei die Entscheidung dafür gefallen und nach dem Erwerb geeigneter Grundstücke für einen Neubau am südlichen Rand von Großburgwedel stehe nun das Einwerben von Geld auf der Agenda: „Ohne Landesmittel kann das die Region nicht stemmen“, fasste der Landtagsabgeordnete zusammen.
Ortsbürgermeister Heiner Neddermeyer sieht die Zukunft seines Heimatortes als gesichert an, da der Weg für eine neue Druckrohrleitung nun frei sei und mehr Bautätigkeit erfolgen könne. Sehr zu seinem Bedauern könne jedoch das Fuhrberger Gewerbegebiet noch nicht weiter entwickelt werden, da sei „Großburgwedel zuerst dran“.

Karsten Segger ist Fuhrberger "Bürger des Jahres"

Frank Töllner und Heiner Neddermeyer präsentierten den Gästen noch eine Überraschung: Schützenchef Karsten Segger wurde für sein soziales Engagement und seinen Einsatz in Fuhrberg als „Bürger des Jahres“ geehrt. „Du bist seit 20 Jahren Vorsitzender des Schützenvereins und 12 Jahre Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Burgwedeler Schützenvereine“, lobte Töllner und zählte zahlreiche weitere Initiativen auf, die im Ort von Segger angestoßen wurden.