Neues HLF jetzt im Dienst

Die Fuhrberger Feuerwehr ist mit dem neuen HLF20 gut gerüstet für zukünftige Einsätze (v. l.): Axel Düker, Marc Otte und Ingo Motl. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)
 
Die Gäste begutachteten das Fahrzeug von allen Seiten. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Modernes Löschfahrzeug rüstet die Fuhrberger Feuerwehr für zukünftige Einsätze

Von Bettina Garms-Polatschek

FUHRBERG. „Schönes Auto, schönes Wetter“ kommentierte Ortsbrandmeister Marc Otte erfreut den Tag der Schlüsselübergabe für das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 (HLF) an die Freiwillige Feuerwehr Fuhrberg.
Alle Ortsbrandmeister waren zu dem besonderen Ereignis gekommen, auch Brandabschnittsleiter Horst Holderith und der CDU-Landtagsabgeordnete Rainer Fredermann zählten zu den Gästen. Otte lobte die gute Zusammenarbeit mit der Stadt und dankte auch einem örtlichen Unternehmen, dass seine „warme Halle“ für die Ausbildung auf dem Fahrzeug zur Verfügung stellt.
Im Stadtgebiet ist Fuhrberg bereits die dritte Feuerwehr, die mit einem HLF ausgestattet wurde. Die Ortsfeuerwehr Wettmar wird im April ein vergleichbares Fahrzeug bekommen. Die Stadt Burgwedel hat für die beiden Fahrzeuge insgesamt 585.000 Euro investiert.
Die Schlüsselübergabe in Fuhrberg erfolgte am Samstagmittag gleich zweimal. Bürgermeister Axel Düker betonte, dass die Feuerwehr mit dem Fahrzeug für die Zukunft gut aufgestellt sei, da sich das klassische Einsatzspektrum erweitert und hin zu mehr technischen Hilfeleistungen verschoben habe. Das HLF20 sei mit der Fuhrberger Feuerwehr zusammen geplant worden und biete neben der Standardausstattung noch individuell an deren Bedürfnisse angepasste Ausrüstung. Düker räumte ein, dass die Planung zwar zeit- und nervenaufreibend gewesen sei, doch „der Aufwand hat sich gelohnt“, legte er nach und überreichte den Schlüssel für das „Allroundfahrzeug“ zunächst an Stadtbrandmeister Ingo Motl.
„Ein neues Fahrzeug ist immer etwas besonderes, da ist ein echter Mehrwert festzustellen“, freute sich Motl. Mit dem HLF20 sei eine zeitgemäße Ausstattung für den „Außenposten“ des Stadtgebietes vorhanden. Das Fahrzeug sei kein „Selbstzweck“, sondern diene dem Schutz der Bürger, hielt der Stadtbrandmeister fest und gab feierlich den Schlüssel an Marc Otte weiter. Die Ortsfeuerwehr Fuhrberg freut sich nun über den 290 PS starken Ersatz des alten Tanklöschfahrzeuges.
Das neue Dieselfahrzeug mit Allradantrieb ließ auch die Herzen der Gäste höher schlagen. Durch die geöffneten Luken wurden Ausrüstung und Aufteilung eingehend begutachtet, der Innenraum bietet  genügend Sitzplätze für eine Gruppe mit neun Einsatzkräften. Persönliche Wertsachen können in abschließbaren Fächern unter den Sitzflächen verstaut werden. 2.000 Liter passen in den großen Wassertank, der durch einen 120 Liter Schaummitteltank und eine integrierte Druckzumischanlage ergänzt wird.
Die vierteilige Steckleiter ist 8,40 Meter lang und muss nicht mehr mühsam vom Dach geholt werden, sondern wird über eine Leiterentnahmehilfe für den Einsatz klar gemacht. Eine hydraulische Rettungsschere und ein Spreizer gehören ebenso zur Ausrüstung wie der integrierte Stromgenerator. Die 360 Grad Umfeldbeleuchtung außen am Fahrzeug sorgt für gute Sichtbarkeit, ein extra Lichtmast bietet helle Ausleuchtung am Einsatzort.
Im Innenraum werden außerdem Pressluftatmer mitgeführt, sodass sich vier Einsatzkräfte bereits während der Anfahrt für den Einsatz mit Atemschutzgeräten bereit machen können. Die Funkausstattung läuft noch analog, wird aber demnächst auf Digitalfunk umgestellt.
„Das HLF20 hat einen 3-D-verstellbaren freitragenden Kofferaufbau“, erklärte Fachberater Marcus Kulick von der Firma Ziegler, die mit dem Aufbau beauftragt wurde. So sei es möglich, spätere Ersatzgeräte auch dann einzubauen, wenn sich deren Größe durch technische Neuerungen verändert habe.