Neuer Führerschein belebt Motorrad-Markt

Großburgwedel (r/bs). Die ersten sechs Monate des Jahres 2021 sind vorbei, Zeit für den Motorrad-Handel eine Bilanz zu ziehen.
Es ist eine geteilte Bilanz. Um 1,7 Prozent plus hingegen steigerten die Neuzulassungen das Halbjahres-Ergebnis auf 9.549 (Vorjahr: 9.393) neue motorisierte Krafträder und -roller. 0,8 Prozent lautete das Minus bei gebrauchten Zweirädern auf 30.079 (Vorjahr: 30.332) Halterwechsel. Das ergab das Zwischenergebnis mit insgesamt 39.628 (Vorjahr: 39.725) Verkäufen und minus 0,2 Prozent.
Auch wenn der Absatz der Leichtkrafträder im letzten Monat etwas geschwächelt habe, trage dieses Klasse besonders stark zum positiven Ergebnis bei, sagte Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landeverbandes Niedersachsen-Bremen. Rund ein Drittel der Neuzulassungen kämen aus diesem Zweirad-Segment. Wörtlich: „Dem Führerschein B196 sei Dank."
Für erfahrene Autofahrer sei die seit vergangenem Jahr geltende Neuregelung eine einfache und kostengünstige Möglichkeit, auch Motorräder der Klasse A1, also Leichtkrafträder bis 125 cm³, mit dem Führerschein B196 zu fahren. Nach theoretischer und praktischer Ausbildung, aber ohne Prüfung gebe es die Fahrerlaubnis. Dieser Führerschein sei allerdings nur in Deutschland gültig.
Die Krafträder über 125 Kubik erlebten im Juni bundesweit einen Nachfrageschub von gut 10 Prozent, so dass diese Klasse das erste Halbjahr mit einem hauchdünnen Plus von 0,72 Prozent abschließt. Nach den Zahlen des Industrieverbands Motorrad (IVM) betrage die Steigerung aller Neuzulassungen bundesweit 3,6 Prozent.