Neubau im Kostenrahmen - Sanierung des Altbaus zu teuer

Während der Neubau (rechts) des Gymnasiums im Kostenrahmen liegt, sprengt der Umbau und die Sanierung des Altbestands (links) den ursprünglich geplanten Betrag von 17,5 Millionen Euro. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Kürzungen am Umbau des Gymnasiums sollen knapp 1 Million Euro einsparen

Großburgwedel (bgp). Die Kostenrechnung zur Sanierung des Altbestandes am Gymnasium Großburgwedel muss noch nachgebessert werden. Das fordern die Mitglieder des Arbeitskreises mit Vertretern aus Politik, Schule und Verwaltung. 17,5 Millionen Euro hatten die Architekten ursprünglich an Kosten ermittelt, der Finanzbedarf für die Sanierung wurde auf rund 23,6 Millionen Euro nach oben korrigiert. Nicht eingeschlossen sind dabei die Kosten für den zurzeit laufenden Neubau und die Außenanlagen.
In der Sitzung des Schulausschusses stellten die Planer mögliche Einsparungen zur Diskussion, über die abgestimmt wurde. So soll der Eingangsbereich nicht umgestaltet werden und damit 335 520 Euro eingespart werden. 342 900 Euro fallen für 127 Fenster weg, wenn diese nicht wie ursprünglich geplant durch neue ersetzt werden sollen. Da diese erst fünf Jahre alt sind, sollen sie in Trakt A und E wieder eingesetzt werden. Außerdem könnten 286 500 Euro wieder herausgerechnet werden, weil die Fassade in Trakt B und H laut Abstimmung nicht neu gestaltet werden soll.
Der Ausbau des Untergeschosses in Trakt A fiel hingegen nicht dem Rotstift zum Opfer. Der geplanten und 485 719 Euro günstigeren Alternative einer Fundamentplatte erteilte der Ausschuss eine Absage, da der Ausbau weitere Räume schaffen soll. Der geplante Zugang zum neuen Musikbereich soll gebaut werden, Anforderungen an die Raumakustik darin (94 365 Euro) sollen laut Empfehlung beibehalten werden. Der Bau eines Lichthofes in Trakt A wurde vom Ausschuss befürwortet, 211 797 Euro werden dafür veranschlagt. Auch die Planung für das Lehrerzimmer mit Kosten von 104 850 Euro soll unangetastet bleiben. Dort soll jede Lehrkraft einen eigenen Arbeitsplatz bekommen. Einhelligkeit herrschte darüber, dass nur Einsparungen befürwortet werden, die nicht zu Lasten des pädagogischen Konzeptes gehen.
Dagegen liegt der Neubau von Sporthalle und SEK I-Trakt für das Gymnasium laut Boy Matzen vom städtischen Amt für Finanzen und Gebäudewirtschaft voll im Kostenplan von 16 Millionen. Auch mit dem Baufortschritt ist er zufrieden: „Wir liegen noch vor dem Bauzeitenplan“, freut sich Matzen. Die Sporthalle sei bereits weiter als sie sein müsste, lobt er das ausführende Unternehmen. Schon im nächsten Schuljahr sollen die Jahrgänge 5 bis 10 in das neue Gebäude einziehen können. Bei einem Rundgang über die Baustelle mit Projektleiter Johann Fediakin und Polier Wolfgang Manes (beide Depenbrock) huscht ein Lächeln über sein Gesicht: „Es läuft einfach wirklich gut.“