„Nathan der Weise“ mit dem Ensemble Theatrum

Zu den Besonderheiten gehört die Doppelbesetzung des Nathan durch Mann und Frau, eine weibliche und eine männliche Stimme. (Foto: Schloss Hohenerxleben)

KuK lädt zu einer außergewöhnlichen Aufführung ein

GROSSBURGWEDEL (r/bs). Nach dem großen Erfolg im Herbst 2012 mit dem persischen Märchen „Hassan Katchal“ im Amtshof kommt das Ensemble Theatrum auf Einladung der Initiative Kunst und Kultur für Kinder (KuK) erneut nach Großburgwedel.
Zum Jahr der Toleranz präsentiert das professionelle Theaterensemble aus Sachsen-Anhalt am Samstag, 13. April um 17.00 Uhr im Amtshof seine Produktion: „Nathan der Weise“. Die berühmte Ringparabel steht im Zentrum der vielgelobten Inszenierung, um insbesondere den Dialog der Kulturen und Religionen in den Mittelpunkt zu rücken.
Zu den Besonderheiten gehört die Doppelbesetzung des Nathan durch Mann und Frau, eine weibliche und eine männliche Stimme (Christiane Friebe & Hubertus v. Krosigk) geben der bekannten Figur Lessings eine neue, lebendige Wirkkraft.
Die interkulturelle Auseinandersetzung gewinnt an Authentizität durch die Besetzung des persischen Sultans Saladin mit dem iranischen Musiker & Darsteller Vahid Shahidifar.
Den christlichen Tempelherrn spielt der Darsteller und Musiker Sören Wendt. Er ergänzt die vielschichtige Figur musikalisch durch mittelalterliche Gesänge und den Einsatz seiner böhmischen Wanderharfe.
Das Ensemble Theatrum kürzt und verdichtet damit Lessings Nathan auf die wesentlichen Fragen und ergänzt die ureigene Kraft des Dichter-Wortes mit mehrstimmigen Gesängen und Instrumentalstücken (Harfe, Cello und persische Santur) aus den drei Kulturbereichen des Christentums, Judentums und des Islam.
All das klingt lange und weit nach, regt an, eigene Antworten in sich selbst zu (ver-) suchen.
„Ach! Wenn ich einen mehr in Euch gefunden hätte, dem es genügt, ein Mensch zu heißen!“ Der Satz, den Lessing seinen Nathan in der Spannung der drei Weltreligionen Judentum, Christentum, Islam sagen lässt, ist aktueller denn je und mahnt die Suche nach Lösungen für unsere heutigen Konflikte – im Großen wie im Kleinen.
Der Eintritt ist frei, eine Platzreservierung ist erforderlich. Anmeldungen ab sofort unter Tel. 05139 – 2489 oder E-mail regina@gresbrand.de. Spenden am Ausgang werden für Projekte der Initiative Kunst und Kultur für Kinder in Burgwedel erbeten.