Nachwuchs des FC Burgwedel belegte bei Mini-WM einen hervorragenden 3. Platz

Der Nachwuchs des FC Burgwedels: Die Jungs haben nach einer starken Leistung den 3. Platz errungen. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Nicht nur von der Organisation her war dieses Turnier eine Klasse für sich, es gab auch erstklassige sportliche Leistungen zu sehen. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Mini-Weltmeister wurde der FC Brelingen (Schweiz) vor Blau Gelb Elze (Frankreich)

GROSSBURGWEDEL (hhs). Wer am Ende des ersten Spieltages der Fußball WM von dem elenden Gekicke zur Eröffnung die Nase voll hatte, hätte am Samstag besten Nachwuchsfußball im Stadion des FC Burgwedel erleben können. Hier fand die Endrunde der Mini-WM der E.ON Avacon statt. Im Vorfeld hatten schon Qualifikationsrunden der teilnehmenden Vereine aus der Region stattgefunden, von denen 16 schließlich nach harten Auseinandersetzungen die Endrunde erreicht hatten. Die E.ON Avacon hatte ein richtig gutes Turnier ausgerichtet: Zunächst wurde ausgelost, welche Mannschaft stellvertretend für ein Teilnehmerland der WM in Südafrika spielen würde, dann erhielten alle teilnehmenden Mannschaften erhielten einen Satz Trikots und Hosen mit Namenszug des Landes, das sie vertreten sollten. Trikots und Hosen durfte der Nachwuchs nach dem Turnier natürlich behalten. Am Ende gab es für alle Teams Medaillen und Bälle und für die besten obendrein noch Pokale, wie man sie sonst kaum im Jugendbereich findet.
Am Samstag jedenfalls waren alle Teams hoch motiviert. Die Jungs und Mädchen wollten spielen, weswegen Dieter Fochler von der E.ON Avacon, der dieses Mammutturnier organisiert hatte, sich kurz hielt bei seiner Begrüßung. Burgwedels Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt war auch gekommen, um sich über die neusten Entwicklungen im Jugendbereich des Vereinsfußballs zu informieren. Gemeinsam mit Dieter Fochler vollzog er den Anstoß des ersten Spiels. Hier traf Mexiko, der Nachwuchs des FC Burgwedel, auf Nigeria, „Ramlingen“. Es war ein hart umkämpftes aber faires Spiel, was die Mannschaften dort zeigten. Die ebenfalls jugendlichen Schiedsrichter, die alle auch vom FC Burgwedel gestellt worden sind, hatten keinerlei Mühe, diese Partie in Ruhe über die Zeit zu bringen. Die Spieler zeigten auf beiden Seite einen unheimlichen Drang aufs gegnerische Tor , kombinierten flüssig und mit großem Überblick. Am Ende gewannen die Spieler vom „FCB“ verdient mit 2:0.
An Zuschauern war kein Mangel an diesem Nachmittag. Viele Eltern säumten die Ränder der beiden Spielfelder und sorgten für Stimmung. Und auch das war große Klasse: Neidlos wurden auch die Kabinettstückchen der „gegnerischen“ Mannschaften mit Applaus belohnt, allen ging es um hochklassigen Jugendfußball und die Freude daran, ihn anzuschauen. Unterdessen diskutierten Bürgermeister Dr. Hoppenstedt, Dieter Fochler und Thomas Bannasch, Vorsitzender des FC Burgwedel, wo den Vereinen der Schuh im Nachwuchsbereich drückt.
Der FC Burgwedel hatte auch für die Verpflegung seiner Gäste und Besucher an diesem Tag gesorgt, Bratwurst gab es und Getränke, eine starke logistische Leistung, immerhin waren 16 Teams, samt Trainerpersonal und Tross ins Stadion gekommen. Dazu noch hatte der „FCB“ seinen zweiten Platz geöffnet, damit sie die Teams in den Spielpausen warm halten konnten.
Am Ende gewann die Schweiz, der Nachwuchs des FC Brelingen, die Mini-WM gegen Frankreich, die Jugend von Blau Gelb Elze, ebenfalls aus der Gemeinde Wedemark. Groß war bei allen Teams der Jubel während der Siegerehrung. Dieter Fochler und seine Mitstreiter vom FCB hatten einen Tisch mit den Auszeichnungen vorbereitet. Die Pokale und Medaillen funkelten, ebenso die Augen der Mannschaftsführer, wenn sie nach vorn gerufen wurden. Waren die Pokale übergeben, dann gab es für den Rest der Teams kein Halten mehr. Alle stürmten nach vorn zum Jubeln. Die Freude über den Erfolg war riesengroß, und die Erschöpfung der doch noch sehr jungen Spieler auch. Viele von ihnen mussten sich schon Mühe geben, um die Augen noch offen halten zu können. „Halt noch einen Moment durch“, raunte eine Mutter ihrem Sprößling zu. Der begann etwas zu quengeln und gähnte: „Ich bin müde und will nach Hause“. Sie müsse aber unbedingt noch mit Tante Ute reden, wandte die Mutter dagegen ein. Sie schaute zwischendurch zum Himmel und dann ergriff sie die Sporttasche des Sohnes und und flitzte samt Sohn Richtung Parkplatz. Es hatte heftig zu regnen begonnen und im Fahrzeug angekommen, sank dem Kleinen der Kopf schon auf die Schulter.