Nachwachsende Rohstoffe als Heizkraft sind im Kommen

Die Mitarbeiter der Firma „Forsttechnik Schültke“ mühten sich nur beim Aufladen der massigen Holzstämme ab, das ofengerechte Spalten des Rohmaterials erledigte die Maschine in kürzester Zeit. (Foto: Anna Kentrath)

Messe „Heizen mit Holz“ lockte zahlreiche Fachbesucher und Endverbraucher nach Fuhrberg

FUHRBERG (ak). Wärmten sich unsere Vorfahren noch am offenen, prasselnden Feuer, ist auch heute der nachwachsende Rohstoff Holz wieder stark gefragt. Bei der 9. Messe „Heizen mit Holz“, die alle zwei Jahre auf dem Gelände des Fuhrberger Wasserwerks der Stadtwerke Hannover AG (enercity) in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und der Fachzeitschrift Land & Forst stattfindet, wurde Fachbesuchern und Endverbrauchern am vergangenen Wochenende die umfangreiche Angebotspalette von der Holzverarbeitung bis zum Ofen vorgestellt.
An die 100 Aussteller präsentierten den etwa 6000 Besuchern ihr Sortiment rund um den „Rohstoff Holz“. Damit wurden die Zahlen der erfolgreichen Ausstellung von vor zwei Jahren noch übertroffen. Es sei „deutlich erkennbar gewesen, dass das gesamte Thema wieder interessanter wird“, so Carsten Brüggemann von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen gegenüber den Burgwedeler Nachrichten.
Zahlreiche Praxisvorführungen ermöglichten den Besuchern einen Einblick in die Geräte- und Maschinenvielfalt zur Brennholzbereitung - von Säge und Axt bis hin zum motorbetriebenen Holzspalter sowie zur Herstellung feiner Holzhackschnitzel. Angefangen vom riesigen Kran, der mannshohe Baumstämme auf ein Förderband verlud, zeigte sich der Weg des Holzes bis hin zum „ofengerechten“ Holzscheit und der kleinteiligen Hackschnitzelmasse für den Brenner.
Neben der Verarbeitung des Rohstoffes Holz wurde das Thema Pellet umfangreich vorgestellt. Die Holzpellets, energieeffiziente Stifte aus gepresstem Sägemehl, sind kostengünstig und werden als „Abfallmaterial“, wie bei der Produktion russischer Blockhäuser, gewonnen.
Ob nun Holz als Brennmaterial des gemütlichen Kachel-, Kamin- oder Specksteinofens bzw. zur Befeuerung eines Brenners, das vielfältige Angebot der Messeaussteller ließ keine Wünsche beim „Heizen mit Holz“ offen. Wer auf die Faszination Feuer nicht verzichten will, dem bieten sich zahlreiche ansprechende Ofenvarianten für den Wohnbereich, von denen einige, wie zu Großmutters Zeiten, als Herd genutzt werden können.
Doch nicht nur die Kosten des nachwachsenden Rohstoffes Holz standen im Fokus, auch das „grüne Gewissen“ bewegte viele bei der Auseinandersetzung mit der Thematik. So setzt eine Holzpelletheizung etwa dreimal weniger CO2 frei als eine herkömmliche Ölheizung.
Die diesjährige Messe „Heizen mit Holz“ bescherte den Ausstellern auf jeden Fall die gewünschte Resonanz bei Fachbesuchern und Endverbrauchern, sodass sich eine Reihe der Anbieter am liebsten gleich für die nächste Veranstaltung, dem 10-jährigen Jubiläum in zwei Jahren angemeldet hätten.