NABU Burgwedel Isernhagen feierte 40-jähriges Bestehen

Die Gewinnerinnen des Fotowettbewerbs und die Sponsoren der Preise: (v.l.) Sascha Voges in Vertretung von Malermeister Jüngst, Christian Dulce, Hannah Richter, Matthias Semmerling, Tara Saberi, Daniel Hartmann und Johanna Brauns. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Der Vorsitzende des NABU Burgwedel Isernhagen, Christian Dulce, nahm die Ehrungen von Mitgliedern vor. Sie alle haben den Verein von 1971 die Treue gehalten und sind immer noch „die Aktivposten, wenn es darum geht, für den Umwelt- und Naturschutz zu arbeiten“. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Feierliche Preisverleihung im Jugend-Fotowettbewerb

GROSSBURGWEDEL (hhs). Am Freitag vergangener Woche hat der NABU Burgwedel Isernhagen seinen 40. Geburtstag gefeiert im Rathaus Großburgwedel. Die Wahl des Veranstaltungsorts ist auch als Zeichen für die Bedeutung der hiesigen Ortsgruppe zu werten, sonst hätte die Stadtverwaltung dieser Vergabe der Nutzung wohl kaum zugestimmt. Knapp 50 geladene Gäste stellten sich ein, darunter der Landevorsitzende des NABU Dr. Holger Buschmann, Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt, der Leiter des Forstamts Fuhrberg Karl-Heinz Bremus, Helmut Andrick, Leiter der Revierförsterei Fuhrberg, hochrangige Vertreter aus Politik und Verwaltung. Der Vorsitzende des Geburtstagskinds Dr. Christian Dulce begrüßte sie alle herzlich und richtete zunächst seinen Blick zurück.

Der heutige NABU Burgwedel Isernhagen sei 1971 als Ortsverein des Deutschen Bundes für Vogelschutz ins Leben gerufen worden. Treibende Kraft sei Damals Dr. Fedor Strahl gewesen, dessen Witwe Christian Dulce unter den Anwesenden herzlich begrüßte. Fedor Strahl sei schließlich auch zum Vorsitzenden des neuen Vereins gewählt worden. Die weitere Entwicklung des Vereins sei eine unglaubliche Erfolgsgeschichte gewesen. Schnell habe der DBV Burgwedel die stolze Zahl von 500 Mitgliedern erreicht. 1993 habe man ihn umbenannt in Naturschutzbund Burgwedel. „Vogelschutz allein war nicht alles“, fuhr Dulce fort. „Der Verein hatte erkannt, er müsse Naturschutz auch im Allgemeinen betreiben“. Dr. Fedor Strahl habe dabei neue Wege beschritten. Der Verein habe schützenwerte Flächen erworben, mit dem Krötenschutz begonnen und Schutzzäune aufgestellt. Die regelmäßigen Vorträge sind aus dem Veranstaltungskalender nicht mehr wegzudenken. In den vergangenen Jahren sei es gelungen, weitaus mehr Menschen für die Arbeit des NABU zu interessieren , der Tag der offenen Tür im Vogelschutzgehölz immer am Pfingstmontag habe sich zum Publikumsmagneten entwickelt.
Dulce führte die erfolgreiche Arbeit des NABU Burgwedel Isernhagen zurück auf den Umstand, dass viele der Gründungsmitglieder aus den ersten Jahren des NABU. „Mein besonderer Dank gilt den aktiven Mitgliedern, die sich in dieser langen Zeit für unsere Sache selbstlos eingesetzt haben“.
Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt sprach die Glückwünsche von Politik und Verwaltung aus und erklärte, die Zusammenarbeit mit dem NABU Burgwedel Isernhagen sei bei gemeinsamen Projekten immer erfreulich gewesen. Als Beispiel nannte er den Hastbruch. Als besondere Leistung der Naturschützer hob er hervor, „mit den vielen Flächen, die sie erworben haben, schaffen sie praktisch Lebensräume. Bewahren der Natur heißt auch bewahren der Schöpfung“.
Es folgte der Landesvorsitzendes des Naturschutzbundes Dr. Holger Buschmann. „Naturschutz heißt dicke Bretter bohren. In den vergangenen 40 Jahren sei viel passiert, die Luft sei besser geworden und die Wasserqualität der Flüsse auch. Der NABU Burgwedel Isernhagen habe gewissermaßen eine Vorreiterrolle gespielt und sei von Beginn an mit seinem Vorsitzenden Dr. Fedor Strahl neue Wege gegangen. Strahl habe fest an die Vision geglaubt, über den Erwerb von Flächen Lebensräume schützen zu können. Die Entwicklung habe ihm recht gegeben. Sein Verdienst liege auch darin, den Landesverband ins Leben gerufen zu haben, dessen erster Vorsitzender er wurde, ebenso wie den Bundesverband, wo er den stellvertretenden Vorsitz inne hatte. In der Zukunft werde der NABU sich insbesondere um den Klimaschutz kümmern. Der Kohlendioxidausstoß müsse drastisch gesenkt werden. Und ein Rezept dafür hatte er auch zur Hand: „Und immer den Stand by Betrieb ausschalten, wenn wir das Haus verlassen“.
Schließlich ergriff Christa Strahl das Wort. Sie bedankte sich im Namen ihres 2009 verstorbenen Mannes bei seinen langjährigen Weggefährten und bei seinen Nachfolgern im Vorstand des NABU für ihren unermüdlichen und jahrelangen Einsatz. Sie alle erhielten ein Präsent aus dem Nachlass von Dr. Fedor Strahl, jeder einen Jahresteller aus der Porzellanmanufaktur Fürstenberg mit dem jeweiligen Vogel des Jahres.
Anschließend schritt man zur Preisverteilung für den Fotowettbewerb, den der NABU Burgwedel für Schülerinnen und Schüler ausgeschrieben hatte. Marcus Dietrich-Philippi, der stellvertretende Vorsitzende übernahm diese Aufgabe. Man habe sich über 42 Teilnehmer freuen können, von denen viele mehrere Fotos eingesandt hatten zum Thema „Lebensraum Natur in Burgwedel und Isernhagen“. Den dritten Preis erhielt Hannah Richter, den zweiten Johanna Bruns. Tara Saberi hieß die Gewinnerin. Sie erhielt 500 Euro. „Einen Teil davon werde ich dem NABU spenden“, sagte sie. Die Preise waren alle von Sponsoren zur Verfügung gestellt worden.
Gegen Ende der Veranstaltung Nahm Dr. Christian Dulce die Ehrungen verdienter Mitglieder vor. Das war für Dulce „ein schwierig Ding“, denn zum einen waren es die gleichen langjährigen Mitglieder, die schon durch Christa Strahl hervorgehoben worden waren, zum anderen trugen die meisten von ihnen schon alle Auszeichnungen, die der NABU überhaupt vergeben kann. Jeder erhielt Eintrittskarten für besondere Events und Ausstellungen im Bereich Natur- und Umweltschutz.