Musik in St. Petri

Sopranistin Anna Herbst singt Kompositionen der damals berühmten Catharina Pratten. (Foto: Maurice Cox)
 
Ulrich Wedemeier spielt auf einer original Romantischen Gitarre. (Foto: Privat)

Auftakt mit einem Konzert für Gesang und Romantische Gitarre

Großburgwedel (r/bs). Kreiskantor Christian Conradi freut sich, Freunde der Alten Musik wieder zur "Musik in St. Petri" einladen zu können.
Sie beginnt am Sonntag, dem 13. März um 17.00 Uhr mit einem Konzert für Gesang und Romantischer Gitarre. Unter dem Motto "With Charme and Brilliancy" musizieren Anna Herbst (Sopran) und Ulrich Wedemeier (Romantische Gitarre) Kompositionen der damals berühmten Catharina Pratten.
Als Neunjährige debütierte Catharina Pelzer 1833 im Londoner King’s Theatre auf der Gitarre. Das Publikum war hingerissen von der Leichtigkeit, Virtuosität und Expressivität ihres Spiels. Die Gitarristin, die in Mülheim am Rhein zur Welt gekommen war, wurde in ihrer englischen Wahlheimat seit der Heirat 1854 als „Madame Sidney Pratten" zum Begriff.
Die Sopranistin Anna Herbst und Ulrich Wedemeier erwecken ihre Lieder und Instrumentalwerke nun im Kontext kompositorischer Vorgänger und Zeitgenossen zu neuem Leben. Dabei spielt Ulrich Wedemeier auf einer originalen Romantischen Gitarre aus dem Besitz von Catharina Pratten.
Wegen der angespannten Coronalage ist die Platzzahl begrenzt und eine telefonische Anmeldung zwingend erforderlich: unter der Nummer 05139-88592 wird am Mittwoch, 9. März, von 16.00 bis 18.00 Uhr und am Donnerstag, 10. März von 10.00 bis 12.00 Uhr Ihre Anmeldung entgegengenommen.
Zusätzlich gilt die 2G-Regelung: die Teilnahme ist nur für geimpfte und genesene Personen möglich. Ein entsprechender Nachweis ist am Eingang vorzuweisen und es gilt Maskenpflicht. Um die größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten, wird allen Zuhörern ein freiwilliger Test im Vorfeld ans Herz gelegt. Der Eintritt ist dank des Musikförderkreises St.Petri e.V. frei.
Die Konzertreihe an St. Petri wird fortgesetzt am 24. April: Unter der Überschrift "Dann bist Du der Gott nicht, den ich schuf aus meinen Tränen" gestalten Johanna Krumstroh, Rezitationen und Jürgen Banholzer, Orgel eine musikalisch-literarische Annäherung an Johann Kuhnaus Biblische Sonaten mit Texten von Stefan Zweig, Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau u.a.
Weitere Konzerttermine sind am 15.Mai: Galante Musik am preußischen Hof
mit Werken von Quantz, C. Ph. E. Bach, Schaffrath u.a.
Zu Gast ist das Duo "La Speranza" mit Birgit Bahr, Barockoboe und Blockflöte
und Anke Denner, Cembalo.
Am 5.Juni: Cembalo-Recital mit Cembalowerken von Johann Sebastian Bach und Pieter Dirksen am Cembalo.
Am 3. Juli: Concierto Ibérico - ein Alte-Musik-Ensemble, das sich mit Renaissance- und Barockmusik auf historischen Blas- und „allerhand Instrumenten“ beschäftigt.
Seit seiner Gründung 2017 setzte sich das junge Ensemble ein, um die musikalischen Verbindungen und den Kulturaustausch zwischen Spanien und dem übrigen Europa, der schon seit der Regierungszeit Karls V. bestand, wiederzubeleben. Die Leitung hat der Posaunist Juan González Martínez
Am 18. September: ein großes Kantoreikonzert unter der Überschrift „Singet dem Herrn ein neues Lied". Dieses Motto, das gleichzeitig auch eine der erklingenden Vertonungen nennt, erscheint nach der schwierigen Zeit für die Chöre in einem ganz anderen Licht. Auf dem Programm stehen Werke von H.Schütz, der sich 1640 auch in Hannover und Hildesheim aufhielt, und seinen Zeitgenossen. Es musizieren Gesangs-Solisten, die St.Petri-Kantorei und das Johann-Rosenmüller-Ensemble. Die Leitung liegt in den Händen von Arno Paduch und Christian Conradi.
Am 9. Oktober: Grand Tour - Eine musikalische Reise durch das barocke Europa
mit dem Barocktrompeten Ensemble Berlin. Das Barocktrompeten Ensemble Berlin, von Johann Plietzsch 1990 gegründet, ist spezialisiert auf die Trompetenmusik von 1500 -1800. Das Repertoire des Ensembles reicht so von den frühesten überlieferten Aufzugs- und Festmusiken der höfischen Trompetergruppen über die Musik der Blütezeit der Clarinblaskunst in Europa - Ende des 17. bis Mitte des 18. Jahrhunderts - bis zu den Trompetenpartien im Orchester der Klassik. Die Leitung hat Johann Plietzsch.
Die Konzerte finden immer sonntags um 17.00 Uhr statt, der Eintritt ist dank des Musikförderkreises St. Petri Großburgwedel e.V. frei. Die jeweils gültigen Zugangs- und Anmeldemodalitäten sind nicht vorherzusehen. Deshalb bitte im Vorfeld der Konzerte auf die entsprechenden Pressemitteilungen bzw. die Ankündigungen auf der Homepage der Kirchengemeinde www.st-petri-burgwedel.de achten.