Müllsammel-Aktion in Großburgwedel war ein voller Erfolg

Gute Stimmung und interessante Fundstücke gab es bei der Müllsammel-Aktion des Ortsrates Großburgwedel. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Fleißige Helfer fanden so manche Kuriosität am Straßenrand

GROSSBURGWEDEL (bgp). Rund siebzig Engagierte aller Altersgruppen beteiligten sich an der Müllsammel-Aktion des Ortsrates Großburgwedel. Stundenlanger Regen hielt die Sammler nicht davon ab, mit Müllzangen die Straßenränder und Gräben von Unrat zu befreien.
Die Bilanz der Müllsammel-Aktion am vergangenen Sonnabend konnte sich sehen lassen. Mehrere Anhänger voll hatten die fleißigen Helfer in und um den Ort eingesammelt. Beim Entladen auf dem Großburgwedeler Bauhof kam so manche Kuriosität zutage, welche nicht in einen Sack passte. Eine Trittleiter, Topfpflanzen, ein alter Pflug oder das Gehäuse eines Kühlschrankes waren nur einige der größeren Dinge, die gefunden wurden. Besonders im Gewerbegebiet vor der Autobahnauffahrt habe sich viel Müll befunden, sagte Regina Gresbrand von der Initiative Interkulturelles Miteinander, die mit fünf Kindern und zehn Erwachsenen aus Flüchtlingsfamilien mit von der Partie war. Die Gruppe hatte Computertatstaturen, alte Fahrradschläuche, Autofelgen und vieles mehr gefunden. Der Helfer einer anderen Gruppe präsentierte den Akku eines E-Bikes, den er am Kreisel von Großburgwedel in Richtung Isernhagen FB gefunden hatte.
Bürgermeister Rolf Fortmüller, der mit den Ortsratsmitgliedern Karsten Niemann und Frank Leibelt die Aktion initiiert hatte, war sichtlich zufrieden mit der positiven Resonanz. „Wir hatten in diesem Jahr noch mehr Sammler als im Vorjahr, da waren es etwa fünfzig“, lobte er das große Engagement der Helfer. Die Pestalozzi-Stiftung war mit einer großen Gruppe vertreten, einige Helfer vom FC Burgwedel kamen vorbei. Besonders hervorzuheben sei auch das Engagement der Jugendfeuerwehr Großburgwedel, die in jedem Jahr mit einer großen Gruppe dabei sei und mit bei der Vorbereitung des Essens geholfen habe, so Fortmüller. Der Schwimmverein Großburgwedel hatte sich bereits am Freitag mit einer Gruppe von fünfundzwanzig jungen Helfern auf den Weg gemacht und fleißig Müll gesammelt, da die Schwimmer am eigentlichen Termin verhindert waren. Sie sammelten rund um die Sportanlagen, das Schwimmbad und die Skaterbahn eine beträchtliche Menge ein. Zum Lohn gab es vom Ortsrat Müsliriegel und Süßigkeiten für die Schwimmer.
„In diesem Jahr war es längst nicht so dreckig wie im Vorjahr“, stellte der Bürgermeister befriedigt eine Verbesserung des Umweltbewusstseins in Großburgwedel fest. Dennoch äußerten die Organisatoren Bedauern darüber, dass so eine Aktion überhaupt notwendig sei, da es immer noch genügend Personen gebe, die ihren Unrat einfach irgendwo in der Landschaft entsorgten.
Der Dauerregen am offiziellen Müllsammeltag konnte jedoch die Stimmung nicht trüben. Nachdem die Container auf dem Bauhof gut gefüllt mit den Funden der Aktion gefüllt waren, fuhren die Müllsammler fröhlich winkend in Richtung Feuerwehrhaus. Dort hatte die Feuerwehr schon leckeres Essen vorbereitet, bei dem sich alle fleißigen Helfer stärken konnten.