Mitmachen dringend erwünscht

(v.l.) Olaf Slaghekke (Grüne), Wirtschaftsförderin Anja Hansch, Rudolf Gutte (Unabhängige), Umweltkoordinator Malte Schuber, Volker Körlin (AfD), Jürgen Schodder (CDU) und Bürgermeister Axel Düker engagieren sich für den Umweltpakt Burgwedel.

Politik und Stadt arbeiten am Umweltpakt Burgwedel

Burgwedel (bs). Um eine "enkeltaugliche" Welt an die nächste Generation weiterzugeben, hat sich in Burgwedel ein Arbeitskreis gebildet, der aus Vertretern der politischen Parteien und der Stadtverwaltung besteht.
Viele Planungen und Maßnahmen im kommunalen Kontext wirken sich direkt oder indirekt auf die Umwelt und das Klima aus. Unter dem Begriff Umweltpakt Burgwedel setzen sich die Mitglieder des Arbeitskreises mit der Frage auseinander, welche strategischen Maßnahmen getroffen werden können, um auch künftigen Generationen eine lebenswerte Stadt zu hinterlassen.
Wie schafft es Burgwedel, in der Zukunft klimaneutral zu werden? Wie sollen Gebäude in Burgwedel langfristig gebaut werden? Welche Standards können für Neubaugebiete und Gewerbeimmobilien festgelegt werden? Welche erneuerbaren Energien sollen gefördert werden? Die Beantwortung dieser und weiterer Fragen stehen auf der Agenda des Umweltpaktes.
„Wir sind schon auf dem Weg in die richtige Richtung“, so Bürgermeister Axel Düker. Mit der Installation der Fotovoltaikanlage zur Eigenstromnutzung auf der Halle des städtischen Bauhofes in Großburgwedel sei ein Schritt in die Umsetzung der nötigen Klimaziele erfolgt. Auch das begrünte Dach und die Solaranlage für das neue Feuerwehrgerätehaus in Kleinburgwedel seien Beispiele dafür, dass der Klimaschutz – egal bei welchem Bauvorhaben – eine Rolle spielt.
Ziel des Umweltpaktes sind Leitlinien für ein klimafreundliches Burgwedel, die in einen politischen Grundsatzbeschluss münden sollen. „Das Projekt ist keine Einbahnstraße. Jeder Bürger ist aufgefordert, etwas dazu beizutragen“, erklärt Olaf Slaghekke (Grüne). „Wir freuen uns über Anregungen und Ideen aus der Bevölkerung“, ergänzt Jürgen Schodder (CDU). Bittet aber darum, auf die mögliche Umsetzbarkeit zu achten. „Wir könnten beispielsweise nicht den kompletten Autoverkehr in Burgwedel verbieten. Das wäre zu kurz gedacht“, so Schodder.
Neben Bauen, Modernisieren und Energieeffizienz, stehen unter anderem noch die Themen erneuerbare Energien, Biodiversität und Naturschutz, Mobilität, Klima- und Umweltschutz im Mittelpunkt. Die Moderation und die inhaltliche Begleitung des Prozesses wird von der Klimaschutzagentur Region Hannover geleistet.
Über die Homepage www.burgwedel.de unter dem Stichwort „Umweltpakt“ finden interessierte Bürger zu den jeweiligen Themenbereichen Einführungspapiere mit Zahlen, Daten und Fakten. Informatives hierzu gibt es auch auf der Seite der Klimaschutzagentur der Region Hannover www.wirimklimalog.de . Bürger, die sich beteiligen möchten, können ihre Ideen und Anregungen über die Homepage der Stadt, per Mail an Umweltpakt@Burgwedel.de aber auch per Post oder telefonisch mitteilen.