Mit dem Hund in die Kirche

Das Bläserkorps „Das große Freie“ bot in der Fuhrberger Kirche eine beeindruckende Leistung.

Beeindruckende Hubertusmesse in Fuhrberg

FUHRBERG (bs). „Wir müssen draußen bleiben.“ Das gilt in der ev.-luth. Ludwig-Harms-Kirche normalerweise für Hunde. Nicht so am vergangenen Sonntag, denn der Hegering Burgwedel hatte in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde zu einem Gottesdienst in Form einer Hubertusmesse geladen.
Die Gottesdienstbesucher hörten konzertante Hornmusik aus der Zeit des Barock, und das von einem der herausragenden Bläsergruppen für konzertante Jagdmusik, dem Bläserkorps des Hegerings „Das große Freie“. Das Bläserkorps war mit 20 Parforcehorn- und einigen Jagdhornbläsern gekommen und bot eine beeindruckende Leistung: sauber geblasene Einsätze und korrekter Wechsel der verschiedenen Tempi. Geradezu gefühlvoll präsentierten sie die getragenen Stücke, präzise und professionell erklangen die dynamisch und Forte zu blasenden Teile.
Pastor Henne thematisierte die Hubertuslegende: Deren Motiv werde mehrfach überliefert: Als der zügellose, unbarmherzige Jäger Hubertus, Bischof von Maastricht und Lüttich, einen Hirsch schießen will, vernimmt er die göttliche Stimme: „Hubertus, warum verfolgst Du mich?“ sagt diese.
Der wilde  Jäger hält inne und erkennt ein Kreuz im Geweih des Hirsches. Daraufhin vollzieht sich seine Wandlung zum christlich gemäßigten Jäger, der das Wild mit Respekt behandelt, dessen Würde anerkennt und es  hegt und pflegt. Damit waren die Grundlagen der modernen Jagdethik geschaffen. Seither gilt der Heilige Hubertus als Schutzpatron der Jagd und als Patron der vierbeinigen Jagdhelfer, der Hunde.
Nach dem Ende der Hubertusmesse hatte Burgwedels Hegeringleiter Marcus Polaschegg zu Schmalzbrot und Punsch vor der Kirche geladen. Im warmen Schein der Flammen aus dem Feuerkorb standen die Gottesdienstbesucher noch lange beieinander und genossen den gelungenen Ausklang.