Mehr Geld für die Sri-Lanka-Patenschaft

Bürgermeister Bogya, Sanjeeva de Mel und Elke Wolff. (Foto: Renate Tiffe)

Kinderheim in Weliweriya in neuer Trägerschaft

Altwarmbüchen (ti). Wer denkt noch an den Tsunami, der Südostasien im Jahr 2004 heimsuchte? Damals wurde hierzulande eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Dank der Kontakte der Sri-Lanka-AG des Gymnasiums konnte mit Hilfe der 20.000 Euro („pro Einwohner 1 Euro“), welche die Gemeinde Isernhagen spendete, ein Kinderheim in Weliweriya aufgebaut werden. Jetzt werden neue Patenschaften für das Haus gesucht.
Nachhaltigkeit war damals für die Gemeinde die Voraussetzung für die Förderung des Projekts. Private Patenschaften waren noch hinzugekommen. Inzwischen hat sich die Lage in Weliweriya verändert. Die Kinder sind rausgewachsen. Die Franziskaner, die das Heim aufgebaut und unterhalten haben, wollten es künftig zur Priesterausbildung nutzen. Über die engen Kontakte der Sri-Lanka-AG zum St.Thomas-College erfuhr Manfred Möller davon, der Lehrer, der die Schüler-AG leitet. Anfang 2010 konnte mit SERVE eine gemeinnützige Organisation gefunden werden, die das Haus weiterführt - nun aber als Heim für die Betreuung behinderter Kinder.
Behinderungen, gleich welcher Art, gelten in Sri Lanka als Strafe Gottes, so Möller. D.h. es gibt kaum Betreuungsmöglichkeiten für die Betroffenen. Möller war im März nach Sri Lanka gereist und konnte sich ein Bild von der Situation im Haus machen. Ein Vertreter von SERVE, Sanjeeva de Mel, hielt sich jetzt drei Tage lang in Isernhagen auf, um weiter für das Projekt zu werben.
35 Kinder werden zur Zeit dort von vier Vollzeitlehrern und zwei Halbtagskräften betreut.
Etwa 800 Euro sind monatlich aufzuwenden, um die Kinder u.a. auch mit Grundnahrungsmitteln zu versorgen. Es bestehen noch Patenschaften in Isernhagen, die sich von Anfang an auf das Projekt und nicht auf einzelne Kinder bezogen haben. Mit 15 Euro pro Monat konnte in den Anfangsjahren einem Kind geholfen werden. Durch die Inflation werden mittlerweile 30 Euro benötigt.
Auch die Gemeinde unterhält eine solche Patenschaft. Beim Pressegespräch, an dem neben Möller und de Mel auch die Direktorin des Gymnasiums, Elke Wolff teilnahm, zeigte sich Bürgermeister Arpad Bogya erfreut, über die Verlässlichkeit des Netzwerks, das durch die Sri-Lanka-AG entstanden ist. Er werde anregen, dass die regelmäßig gezahlte Summe der Gemeinde auf monatlich 30 Euro erhöht wird, versprach er. Elke Wolff übergab eine größere Spende des Gymnasiums. Zu dem Angebot einer Partnerschaft von de Mel an die Gemeinde Isernhagen äußerte sich Bogya zurückhaltend. Das Vertrauen ehre die Gemeinde sehr. Eine Partnerschaft erfordere jedoch ständige und dauerhafte Kontakte.
Gesucht werden jetzt weitere Patenschaften für das Kinderheim. Manfred Möller unterstrich noch einmal, wie notwendig die finanzielle Hilfe gerade jetzt für die bedürftigen Kinder ist. Nähere Auskünfte sind über die E-Mail-Adresse des Gymnasium zu erhalten (info @ gymnasium-isernhagen.de) oder von Manfred Möller selbst unter Tel.: 0511-862493.