Mehr Geld für die Musikschule Isernhagen & Burgwedel

Auftritt der Streicherklassen zum 40. Geburtstag der Musikschule Isernhagen & Burgwedel: Mit den neuen Verträgen der beiden Kommunen ist die Finanzierung der Einrichtung bis Ende 2015 gesichert. (Foto: Birgit Schröder)
 
Einstimmigkeit im Rat der Stadt Burgwedel bei der Finanzierung und Förderung der Musikschule Isernhagen & Burgwedel. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Neuaufteilung der Fördersumme zwischen beiden Kommunen

BURGWEDEL/ISERNHAGEN (hhs). Der Rat der Stadt Burgwedel hat im Rahmen seiner letzten Sitzung am Montag dieser Woche den Weg freigemacht für die zukünftige Finanzierung der Musikschule Isernhagen & Burgwedel.
Am Donnerstag dieser Woche hat der Rat der Gemeinde Isernhagen nachgezogen. Damit ist die Finanzierung der Einrichtung von beiden Kommunen bis Ende 2015 gesichert. Aber für Burgwedel steigt der Beitrag erheblich. Der Grund: Die Zahl der Musikschüler, die in Burgwedel beheimatet sind, ist drastisch gestiegen. Damit musste sich auch der Proporz der Zuschüsse, die die beiden Kommunen zu leisten haben, verändern.
Die Musikschule befindet sich in einer prekären finanziellen Situation. Die Rücklagen des Trägervereins wurden in den vergangenen Jahren kontinuierlich aufgebraucht. Ursache war der stark gestiegene Kostendruck. Für das kommende Jahr stehen deswegen keine Reserven mehr zur Verfügung. Die Personalkosten steigen infolge der Tarifabschlüsse und die Einnahmen der Musikschule gehen zurück. Der Einnahmerückgang ist auch in sinkenden Schülerzahlen zu suchen, die durch starke schulische Belastung der Kinder und Jugendlichen entsteht.
Zur Verbesserung und Entschärfung der schlechten Finanzlage hat die Musikschule schon zum 1. September dieses Jahres die Gebühren erhöht. Dennoch benötigt sie eine weitere Entlastung wegen der Tarifsteigerungen bei der Vielzahl der beschäftigten Lehrer. Somit ist eine Erhöhung der Zuschüsse für die beiden Kommunen Burgwedel und Isernhagen zwangsläufig.
Zurzeit erhält die Musikschule von den beiden Förderkommunen insgesamt 298.800 Euro. Diese Gesamtsumme wurde in der Vergangenheit entsprechend der Schülerquoten aufgeteilt: auf Burgwedel entfielen knapp 39% der Schülerinnen und Schüler und damit waren 116.800 Euro zu zahlen. Der Rest war von der Gemeinde Isernhagen zu tragen. Der Vertrag, der das zwischen Burgwedel und Isernhagen regelt, läuft Ende dieses Jahres aus.
Zum Stichtag 1. Juni 2012 hatten sich allerdings die Schülerzahlen zulasten der Stadt Burgwedel deutlich verändert: Ihr Anteil ist auf 44,56 % gestiegen, jetzt sind es insgesamt 670 Burgwedeler, die den Dienst der Musikschule in Anspruch nehmen. Der Anteil Isernhagens sinkt nun auf 55,44%.
Diese Umverteilung der Schülerzahlen wird jetzt im neuen Vertragsabschluss mit einer Neuaufteilung der Fördersummen beider Kommunen berücksichtigt.
Bei Beibehaltung der Gesamtsumme von 298.800 Euro wird Burgwedel zukünftig einen Förderbetrag von 133.150 Euro leisten. Die Stadtverwaltung hat nach Abwägung der Gesamtsituation vorgeschlagen, der Gesamtzuschuss von 298.800 Euro solle erhalten bleiben, die Quoten sollen wie beschrieben neu aufgeteilt werden und mit einer jeweils dreiprozentigen Steigerung für die Jahre 2013/14 als Ausgleichszahlung versehen werden. Mit dieser Erhöhung soll der Anstieg bei den Personalkosten aufgefangen werden. Man will Entlassungen von Lehrern vom Grundsatz her vermeiden.
Für die Stadt Burgwedel bedeutet dies für 2013 eine Förderung der Musikschule in Höhe von 133.150 Euro zuzüglich 3% Steigerung insgesamt 137.145 Euro. In den beiden kommenden Jahren steigt die Förderung auf 141.260 Euro. Für die Arbeit der Mitarbeiter der Musikschule an den allgemeinbildenden Schulen Burgwedels soll weiterhin ein Defizitausgleich von 2.400 Euro jährlich gezahlt werden. Der neue Vertrag läuft bis Ende 2015 und beinhaltet eine Option auf Verlängerung um weitere zwei Jahre.
Der Vorschlag der Verwaltung war im Vorfeld mit der Musikschule Isernhagen & Burgwedel und dem Bürgermeister der Gemeinde Isernhagen abgestimmt worden. Der Rat der Stadt Burgwedel stimmte ihm am Montag einstimmig zu. Am Donnerstag zog der Rat der Gemeinde Isernhagen nach und stimmte ebenfalls für die Erhöhung des Förderbeitrags und den zusätzlichen dreiprozentigen zweimal zu zahlenden Tarifsteigerungsausgleich.