Mehr E-Ladepunkte

Kfz-Landesverband fordert Verbesserung der Ladeinfrastruktur

Großburgwedel (r/bs). „Das Tempo der Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität in Niedersachsen und im Bund muss deutlich erhöht werden, wenn die politischen Ziele erreicht werden sollen. Das von der alten Bundesregierung formulierte Ziel von einer Million Anschlüssen bis 2030 bleibt jedoch weit entfernt“, sagte Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, zur aktuellen Statistik der Bundesnetzagentur. Statistisch betrachtet wären dies rund 80.000 Ladepunkte im Land.
Die meisten Ladesäulen stehen im Bundesländervergleich in Bayern mit 10.719. In Niedersachsen gebe es zum Jahresstart 5.515 Ladepunkte, davon 800 Schnellladepunkte. Spitzenreiter in Niedersachsen, so Bley sei Wolfsburg mit 817 Ladepunkten, davon 27 Schnelllader, gefolgt von der Region Hannover mit 783, davon 74 Schnellader. Dritter in Niedersachsen sei der Landkreis Osnabrück (169 plus 33). Die Anzahl an Normalladepunkten in Deutschland liege nun bei 44.486, die der Schnellladepunkte bei 7.717.
Die Statistik der Bundesnetzagentur erfasse nicht alle öffentlich zugänglichen Ladepunkte so Bley. Einige Betreiber seien von der Meldepflicht ausgenommen, einige Anlagen höheren Alters oder mit zu geringer Leistung seien nicht erfasst.
„Ladepunkte" bezeichne die Zahl der Anschlüsse, an denen ein E-Auto geladen werden könne. Sie sei nicht identisch mit der Zahl der Säulen, da an diesen auch zwei oder mehr Autos gleichzeitig angeschlossen werden könnten.