Lob von allen Seiten für das Engagement des Hospizdienstes

Als Zeichen der Anerkennung bekamen alle Helferinnen und Helfer eine Rose überreicht. (Foto: Birgit Schröder)

Seit fünf Jahren sind ehrenamtliche Sterbegleiter im Einsatz

GROSSBURGWEDEL (bs). „Die Stärke einer Kultur misst sich daran, wie sie mit der Endlichkeit umgeht“ - mit diesem Zitat von Adolf Muschg eröffnete Ute Rodehorst, Koordinatorin des Ambulanten Hospizdienstes Burgwedel, Isernhagen, Wedemark, die Feier „anlässlich fünf Jahre Begleitungen des Ambulanten Hospizdienstes“. Es war zwar erst ein kleines aber um so bemerkenswerteres Jubiläum: Die ehrenamtlichen Sterbebegleiter des Hospizdienstes kümmern sich in aller Stille um die Mitbürgerinnen und Mitbürger, die die allerletzte Etappe ihres Lebens angetreten haben.

Zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft der drei Kommunen nahmen an der Jubiläumsfeier teil und waren voll des Lobes über das große Engagement der vor sechs Jahren als Hospizinitiative ins Leben gerufenen Einrichtung. Es sei eine ganz besondere Arbeit, die damals auf den Weg gebracht worden sei und heute in immer größer werdendem Umfang geleistet werde, so Ute Rodehorst, und auch das im vergangenen Jahr ins Leben gerufene Trauercafé werde inzwischen ausgesprochen gut angenommen. „Und ohne Christine Müller ständen wir jetzt nicht hier“, erinnerte die Koordinatorin an die inzwischen verstorbene aber unvergessene Hauptinitiatorin des Ambulanten Hospizdienstes.
Höchste Anerkennung und Bewunderung für das Engagement der Frauen und Männer, die sterbenskranke Menschen auf ihrem letzten Weg begleiten, zollten auch die Gastredner Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt und Superintendent Martin Bergau den Mitarbeitern des Hospizdienstes. Einen kurzen Rückblick auf die Geschichte des Ambulanten Hospizdienstes gaben Robert Schoevaart und Bärbel Wille. Ein Mann und zwölf Frauen hätten 2006 den ersten Schulungskurs besucht, gleich im Jahr darauf folgte angesichts des steigenden Bedarfs ein weiterer Ausbildungskurs. Inzwischen seien etwa 45 Sterbegleiter ausgebildet worden, von denen rund 30 noch aktiv im Einsatz sind. Als kleines Dankeschön wurde allen Helferinnen und Helfern eine Rose überreicht.
Für den festlichen musikalischen Rahmen sorgten zwei junge Künstlerinnen, Liza Lengert (Gitarre) und Dorothea Stepp (Violine) vom Institut zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter der Musikhochschule Hannover. Anschließend wurden die Gäste zu einem kleinen Imbiss und der Ausstellung „5 Jahre Begleitungen des Ambulanten Hospizdienstes“ im Foyer des Amtshofes geladen.