Licht leuchtet im Advent

Advent mit Licht an der Bockwindmühle. (Foto: Wilfried Künstler)

Heimatverein sichert Bockwindmühle für den Winter

Wettmar (r/gg). Nachdem die Bockwindmühle in diesem Jahr im späten Frühjahr wieder aufgesegelt wurde, hat sich der Heimatverein für das Kirchspiel Engensen-Thönse-Wettmar im Juli 2021 am Sommersparziergang in Wettmar mit Führungen an und in der Mühle beteiligt. Auch die Sammlung an historischen Geräten und Maschinen konnte in dem Zuge besichtigt werden.
Ab August war die Bockwindmühle dann wieder an jedem zweiten Sonntag im Monat für Besucher geöffnet, natürlich mit den notwendigen Corona-Hygienemaßnahmen. Von diesem Angebot haben auch zahlreiche Fahrradfahrer und Wanderer Gebrauch gemacht, da an diesen Tagen zumeist gutes Wetter herrschte und die Besucher anlockte.
Darüber hinaus haben einige Schulklassen das Angebot genutzt sich nach vorheriger Anmeldung auch zu anderen Zeiten die Bockwindmühle anzuschauen. Neben den Grundschulen in den umliegenden Ortschaften waren auch zwei Klassen der Freien Waldorfschule da, die dann auch die Gelegenheit nutzten, sich die umfangreiche Sammlung alter Geräte und Maschinen an der Heimatdiele anzusehen. Für den Heimatverein berichtet Wilfried Künstler: "Für die Kinder ist es immer wieder interessant, neben der Besichtigung der Technik auch mal selbst Hand anzulegen. Sie wundern sich dann, dass sie mit vereinten Kräften das tonnenschwere Mühlengebäude mit Hilfe der Kurbel drehen können. Auch stehen an der Mühle einige antike Handmahlsteine zur Verfügung, mit denen sie dann Mehl produzieren, dass sie dann auch mitnehmen können."
Zur Arbeitsbilanz schreibt Wilfried Künstler: Um die Mühle winterfest zu machen, werden zunächst die Segel abgenommen, die gereinigt werden müssen und anschließend bis zum nächsten Frühjahr trocken eingelagert werden. Daneben werden die Befestigungskeile am Kammrad gelockert, die sich in der kalten und feuchten Jahreszeit ausdehnen. Die Geräte und Maschinen werden zudem vom Mehlstaub befreit, so dass sich kein Ungeziefer ansiedelt. In diesem Jahr waren auch auf dem Außengelände umfangreiche Arbeiten erforderlich. Die angepflanzten Bäume und Sträucher, die auch teil des Naturlehrpfades sind, mussten zurückgeschnitten werden, da sie mittlerweile so große geworden sind, dass sie in Zukunft der Mühle einen Teil des Windes nehmen würden. Somit waren in diesem Jahr viele helfende Hände gefragt. Der Haufen mit Strauchschnitt fiel entsprechend groß aus. Er wurde dankenswerterweise von dem Landwirt Heiner Küster abgefahren. Im Zuge des Arbeitseinsatzes wurde auch das Büro und die Sammlung an Geräten und Maschinen einer Säuberungsaktion unterzogen. Zu guter Letzt wurden auch am Naturlehrpfad in Wulfshorst noch defekte Schilder ersetzt und noch zwei neue Bäume gepflanzt.