„Leistungsfähige Feuerwehr“

Dieter Lindemann (v. l.) und Wilhelm Heitmüller wurden von Volker Kluth für ihre langjährigen Verdienste ausgezeichnet.
 
Florian Leisenberg (v. l.) wurde zum Brandmeister befördert, Jens Saupe erhielt von Stadtbrandmeister Ingo Motl die Beförderung zum Hauptlöschmeister.

Kleinburgwedeler Wehr leistete 10.690 Dienststunden – 11 Brandeinsätze in 2019 - Wilhelm Heitmüller für 70-jährige Treue im Musikzug geehrt

KLEINBURGWEDEL (bgp). Premiere für den neuen Ortsbrandmeister: Erstmals seit seiner Ernennung übernahm Florian Leisenberg die Eröffnung der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Kleinburgwedel am 6. März. Nach 18 Jahren hatte sein Vorgänger „Sonni“ Walter Sonnefeld im Juli 2019 den Staffelstab an Leisenberg übergeben. Mit Jens Saupe als Stellvertreter hat sich die Führung des Ortskommandos deutlich verjüngt.
So bestimmte ein wichtiges Zukunftsthema den Bericht des Ortsbrandmeisters: Der Neubau des Feuerwehrhauses in Kleinburgwedel, mit dessen Planung eine Arbeitsgruppe aus Feuerwehrfachleuten derzeit befasst ist. Statt der ursprünglich vorgesehenen drei Fahrzeugboxen fiel im Fachausschuss und im Rat die Entscheidung für insgesamt vier Boxen. „Damit sind wir für die Zukunft gut aufgestellt“, so der Tenor.
Leisenberg berichtete aus dem Einsatzgeschehen, das sich im vergangenen Jahr mit elf Bränden und neun technischen Hilfeleistungen in Grenzen hielt. Hinzu kamen Brandsicherheitswachen bei Veranstaltungen und 1.274 Stunden, die in Lehrgängen absolviert wurden. Die drei Gruppen investierten rund 5.500 Stunden in Aus- und Weiterbildung.
Einsatzübungen, die teilweise in Kooperation mit Wehren aus den anderen Stadtteilen durchgeführt wurden, hielten die Aktiven auf dem neuesten Stand. Die Umstellung auf Digitalfunk mit entsprechenden Endanwenderschulungen beschäftigte die Wehren ebenso wie normale Dienste, die über das Jahr hinweg geleistet wurden. Insgesamt kamen 10.690 Dienststunden zusammen.
Der Tagesordnungspunkt Ehrungen und Beförderungen zeigte, wie rührig die 62 Aktiven sind: Clas-Henrik Kreuzkamp, Jannik Stich, Leon Förster und Mirko Duwe sowie Thomas Bluhm wurden zu Feuerwehrmännern ernannt und als Aktive vereidigt. Ben Robert Rosenhagen und Timo Wilkens freuten sich gemeinsam mit Jan Saupe, Dennis Nettelmann und Johannes Mente über ihre Beförderung zum Oberfeuerwehrmann. Lars Wöhler wurde der Dienstgrad Löschmeister verliehen, Hendrik Arndt der des Oberlöschmeisters. Bewegender Moment für Florian Leisenberg: Er wurde offiziell zum Brandmeister ernannt, seinem Stellvertreter Jens Saupe wurde der Dienstgrad Hauptlöschmeister verliehen.
Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung vom Kleinburgwedeler Feuerwehrmusikzug, dessen 12 Mitglieder mitunter von Musikerinnen und Musikern der Partnermusikzüge aus den anderen Stadtteilen verstärkt werden. Die Freiwillige Feuerwehr Kleinburgwedel hat 289 fördernde Mitglieder und 23 in der Ehrenabteilung.
Angesichts der insgesamt 10.690 geleisteten Dienststunden zeigt sich Stadtbrandmeister Ingo Motl begeistert von der „leistungsfähigen Feuerwehr“, deren Mitglieder ein „enormes Engagement“ an den Tag legten. Auch Stadtbürgermeister Axel Düker war des Lobes voll und betonte: „Man kann sich jederzeit auf die Feuerwehr verlassen.“ Ortsbürgermeister Jürgen Schodder hob die „hohe Einsatzbereitschaft“ hervor.
„Du warst 27 Jahre lang Fahnenträger“, überraschte das Ortskommando den Kameraden Edgar Kolze, der für seine langjährige Treue mit einem Geschenk aus dem Amt entlassen wurde. Volker Wöhler wurde vom stellvertretenden Brandabschnittsleiter Volker Kluth mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes Niedersachsen für 40 Jahre aktiven Dienst ausgezeichnet. Dieter Lindemann erhielt das Ehrenzeichen des Landesfeuerwehrverbandes für 60-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr. Heiko Rosenhagen wurde für 40 Jahre treuen Dienst als Musiker im Feuerwehr-Musikzug ausgezeichnet, ebenso Wilhelm Heitmüller für 70 Jahre.