Laubbaumlabyrinth im Zeichen des Grundwasserschutzes

700 Schüler verdeutlichten in einer Menschenkette den über 500 Meter langen Weg durch das neugepflanzte Laubbaumlabyrinth. (Foto: Anna Kentrath)

700 Schulkinder pflanzen 2.000 Bäume im Wasserschutzgebiet Fuhrberger Feld

FUHRBERG (ak). Außergewöhnlich lebhaft ging es vergangenen Dienstagvormittag im Fuhrberger Wald zu. Rund 700 Schulkinder waren der Einladung von enercity gefolgt, 2.000 Laubbäume für ein Labyrinth zu pflanzen, um anlässlich des UN-Tags des Wassers ein Zeichen für Grundwasserschutz und nachhaltige Wasserwirtschaft zu setzen. Der bereits bestehende Wassererlebnis-Pfad im Fuhrberger Feld wurde so um eine zukünftige Attraktion reicher.
30 Schulklassen aus der Region sowie der Stadt Hannover brachen am Dienstagmorgen in 14 Bussen auf, um an dieser einmaligen Aktion teilzunehmen und ein 1.600 Quadratmeter großes Laubbaumlabyrinth entstehen zu lassen. Die Schüler der Fuhrberger Maria Sibylla Merian Grundschule hatten sich sogar zu Fuß auf den Weg gemacht. Die knapp zwei Jahre alten Stieleichen und Hainbuchen wurden in langen Reihen in den Boden gebracht.
Noch wirkt das Labyrinth relativ unscheinbar, da die unbelaubten, zarten Jungbäume nur aus der Nähe auszumachen sind. Künftig soll hier jedoch ein Anlage zu sehen und begehen sein, die größer ist als der achteckige Irrgarten in den Herrenhäuser Gärten. Um einen Eindruck von dem Laubbaumlabyrinth zu verschaffen, bildeten die 700 Kinder auf dem etwa 500 Meter langen Weg entlang der Pflanzen eine Menschenkette.
Rund um die Pflanzaktion boten die Mitarbeiter der enercity Wasserwerke Elze-Berkhof und Fuhrberg ein informatives Rahmenprogramm. Holzspiele, bei denen gesägt und gehämmert wurde was das Zeug hielt, waren mit von der Partie sowie Wissenswertes rund um die Themen Wasser und Wald. Der Leiter des Forstbetriebes des 1.800 Hektar großen Waldgebietes von enercity, Günter Schröder, stand Rede und Antwort zu Fragen der Bepflanzung und Durchforstung des Waldes. Das Stück für Stück wachsende Baumlabyrinth soll den zukünftigen Besuchern verdeutlichen, dass auch bei der Trinkwassergewinnung der langsame Weg des Grundwasserns durch ein natürliches System eine Qualitätssicherung garantiert, wie Harald Noske enercity-Technikvorstand erklärte. An die 30 Jahre braucht ein Regentropfen im Wasserschutzgebiet Fuhrberger Feld, bis er einen der rund 100 Brunnen von enercity erreicht. Der wasserwirtschaftliche Kontext des Laubbaumlabyrinths wird künftig auf einer Schautafel am Wasser-Erlebnispfad erläutert, wo auch die Schulen vermerkt werden, die an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.
Um die Entstehung des Labyrinths zu begünstigen wird nach der Pflanzaktion von enercity ein Wildschutzzaun mit einem selbst schließenden Durchlass für zukünftige Besucher errichtet, weil die zarten Pflanzen noch etwa 10 Jahre vor Wildverbiss geschützt werden müssen, bis sie eine Höhe von rund drei bis vier Metern erreicht haben.