Kurioses Ende eines Wendemanövers

Ein kurioser Anblick: Kopfüber steckte das Fahrzeug der 82-jährigen Fahrzeugführerin im Graben. (Foto: Anna Kentrath)

VW steht kopfüber im Graben – Autofahrerin unverletzt

FUHRBERG (ak). Ein aufsehenerregender Unfall ereignete sich vergangenen Samstagmittag auf der L310: Ein weißer VW steckte kopfüber im Graben an der Abzweigung zum Fuhrenkampweg. Doch zum Glück kam niemand zu schaden, weder die 82-jährige Fahrzeugführerin, noch deren Fahrzeug, was bei dieser Position kaum zu glauben war.
Auf dem Weg zu einer Familien-Geburtstagsfeier in Fuhrberg war die Dame unterwegs gewesen und anscheinend ein Stück zu weit gefahren, denn sie entschloss sich, an dieser Stelle zu wenden. Beim Wendemanöver geriet sie dann aber von der Fahrbahn ab und rutschte mit der Fahrzeugnase voran in den Graben. Da weder ihr, noch dem Auto oder weiteren Beteiligten etwas geschehen war, nahm es die 82-jährige Dame gelassen. Die rüstige Frau kletterte aus ihrem Fahrzeug und bekam Unterstützung von zwei jungen Frauen Anfang 20.
Die Polizei sicherte den Unfallort und veranlasste das Abschleppen des Fahrzeugs. Der Bezeichnung als „Freund und Helfer“ machten sie alle Ehre, halfen auch bei einem speziellen Problem: Die guten Schuhe der Fahrzeugführerin befanden sich noch im Auto. Zum Autofahren habe sie schließlich das praktische Paar angezogen, mit dem sie nun nicht auf der Geburtstagsfeier erscheinen könne. Hilfsbereit holten die Beamten das gute Schuhwerk aus dem Auto, auf ihr Geburtstags-Mitbringsel verzichtete die 82-jährige schließlich, da es nicht problemlos aus dem kopfüber im Graben steckenden Fahrzeug zu bekommen war.
Ein Verwandter der Frau, der ebenfalls rasch an der Unfallstelle eingetroffen war, fuhr sie schließlich zu der Geburtstagsparty, sodass der Tag für die 82-jährige ein gutes Ende nahm. Ihr Fahrzeug schien überraschenderweise annähernd unversehrt.
Positiv vermerkt werden muss nach der unkomplizierten Hilfsbereitschaft der Polizisten, auch dass viele vorbeifahrende Personen anhielten und spontan Hilfe anboten. Da die Polizeikräfte nicht bis zum Eintreffen des Abschleppwagens am Unfallort verbleiben konnten, zeigten Poller die Sicherung der Unfallstelle an. Trotzdem erkundigten zahlreiche Autofahrer besorgt bei der Pressevertreterin der Burgwedeler Nachrichten, die Fotos des Unfallfahrzeugs ablichtete, ob es ihr gut gehe und man helfen könne, da man sie für die Fahrzeugfahrerin hielt.