Kunstturnerinnen der TSG behaupteten sich gut beim 1. Wettkampf

Hoch hinaus und sauber gestanden: Finja Säfken erhielt 11,95 Punkte dafür. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Großes Lob für erstklassige Organisation der Turnerschaft

GROSSBURGWEDEL (hhs). Für ganz Norddeutschland war der 1. Wettkampftag der Bundesligen im Frauen-Kunstturnen in Großburgwedel am vergangenen Samstag so etwas wie eine Premiere. Dank des Aufstiegs der Großburgwedel Kunstturnerinnen in die 1. Bundesliga im Herbst vergangenen Jahres kam seit langer Zeit ein Wettkampf der weiblichen Turnelite Deutschlands hierher und die Turnerschaft schaffte es, diese Veranstaltung zu einer Galavorstellung zu gestalten: 70 Helferinnen und Helfer sorgten für den reibungslosen Ablauf nicht nur auf Matte, Stufenbarren, Pferd und Schwebebalken, auch den vielen Besucherinnen und Besuchern galt ihre ganze Aufmerksamkeit, auf dezente, keinesfalls aufdringliche Weise, immer freundlich und absolut hilfsbereit.
Und das sportliche Ergebnis ließ auch keine Wünsche offen: Die Heimmannschaft belegte am Ende einen sechsten Rang im Feld der acht besten deutschen Frauenteams, es hätte ein Rang weiter oben sein können, wenn am Ende nicht der Schwebebalken auf die Großburgwedelerinnen gewartet hätte. Doch davon weiter unten mehr.
Die drei Frauenkunstturn-Bundesligen trugen an diesem Wochenende ihren jeweils ersten Wettkampftag in Großburgwedel aus. Insgesamt etwa 250 Turnerinnen und ihre Team waren anwesend, und ein Mehrfaches davon an Besucherinnen und Besucher aus dem Raum Hannover. „Kunstturnen zieht doch ganz besonders nach der Symphatiewelle, die die Europameisterschaft in Berlin am Wochenende zuvor losgetreten hat“, formulierte es ein Besucher ein wenig überrascht über die ausgesprochen gut besetzten Ränge. Und die Damen und Herren oben wussten auch ihr Heimteam fachgerecht zu unterstützen. Das ist auch für ungeübte Kunstturnbesucher nicht schwierig. Jede Übung endet im Stand, und dann ruft man eben kurz vor dem Ende vielhundertkehlig „Steh!“. Meistens klappte das, nur zweimal nicht, am Schwebebalken eben, aber das tat der Stimmung keinerlei Abbruch. Eins wurde klar an diesem späten Nachmittag: Großburgwedel kann mithalten mit den großen Namen der 1. Frauen-Kunstturn-Bundesliga wie Stuttgart, Chemnitz und Frankfurt. Und alle Besucher dieses Sportevents waren sich nach diesem Nachmittag sicher: Die Großburgwedelerinnen können das noch besser, alles hatte den Anschein, dass die Turnerinnen noch eine ganze Menge mehr können und auch eine ganze Menge mehr wollen.