Kunstmarkt erfreute sich großen Besucherzuspruchs

Bilder zum Wohlfühlen: Christa Kunstmann, rechts, stellte ihre Werke mit dem Schwerpunkt Stilleben, Landschaft und Blumen aus. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Naturalismus in feiner Präzision: Fritz Möller begeisterte mit Landschafts- und Tierbildern und seinen bemerkenswerten Pilzmodellen. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Mehrere hundert Besucher kamen zum Fuhrberger Spargelzelt

FUHRBERG (hhs). Am vergangenen Wochenende fand auf dem Spargelhof Heuer der 2. Fuhrberger Kunstmarkt statt. 18 Aussteller hatte Organisator Ekkehard Kunstmann nicht lange motivieren müssen zu kommen. Das Wochenende war von Anfang bis Ende verregnet, was die Künstlerinnen und Künstler, die im Freien ihre Werke und Produkte zeigen wollten, nicht glücklich stimmte. Aber das schlechte Wetter schreckte die Besucherinnen und Besucher nicht ab. Am Samstag waren es ungeahnt viele, so dass die Spargelwirtschaft noch weitere Servicekräfte auf die Schnelle heranschaffen musste, am Sonntag sollen es noch ein paar hundert Besucher mehr gewesen sein.

Ekkehard Kunstmann war mit dem großen Zuspruch sehr zufrieden. „Die Mischung macht's offensichtlich“, freute er sich am Sonntagmorgen. Unter den Ausstellenden fanden sich ganz unterschiedliche Künstler und Kunsthandwerker: Unter anderem waren zu bewundern Trockengestecke und Kränze für die geschmackvolle Dekoration der eigenen vier Wände, Malerei von Christa Kunstmann, Stilleben, Landschaften und Blumen, und von Fritz Möller Naturalismus in Öl, Tiere, Landschaften, Dörfliches, Gebäude und vieles mehr, Stickereien, Glaskunst, Keramik, Seidenblumen, Trockenblumen, Webarbeiten, Kissen, Schalen und Skulpturen aus Holz, Sinnvolles wie Nistkästen und Futterhäuser und vieles mehr.
Die beiden malenden Künstler, Christa Kunstmann und Fritz Möller, beide leben in Fuhrberg, kamen sich „nicht ins Gehege“, wie man es auf dem Lande ausdrückt, wenn es außer einer räumlichen auch eine inhaltliche Trennung in den Werken gibt. Christa Kunstmann bevorzugt als Sujet Stilleben, Blumen und Landschaften. Sie male, wenn sie Lust darauf habe, sagte sie im Gespräch mit den Burgwedeler Nachrichten. Manchmal gehe sie durch den Garten und sehe eine Blume, die dann zu ihrem Motiv werde, oder eben eine sie faszinierende Landschaft. Fritz Möller ist Naturalist in seiner Darstellungsweise. Er stellt dar, was er sieht, beweist seinen scharfen Blick fürs Detail und den Moment, hält in seinen Tierbildern Bewegungen, Dynamik fest, gibt im Bild erlebte Stimmungen wieder. Er malt und strebt damit, wie es Georg Schmidt ausdrückte, nach „Erkenntnis der Wirklichkeit“, die Präzision des Motivs, deren Wirklichkeit findet sich im Werk wieder. Diese Einstellung und Sichtweise konnte man auch sehr gut an seinen Pilzmodellen erkennen, die er bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentierte. „Sehen aus, wie echt“, flüsterte jemand mit gewisser Ehrfurcht in der Stimme, wohlwissend, dass es sich nicht um getrocknete Exemplare von Knollenblätterpilz, Riesenschirmling und Marone handelte, sondern um äußerst gelungene „Nachbauten“.
Am Ende gab es überwiegend zufriedene Gesichter bei Ausstellern und Veranstaltern. Während es bei den Letzten immer ein paar Besucherinnen und Besuchern mehr hätten sein können, strahlte Ekkehard Kunstmann sichtlich zufrieden. „Wir werden auch im kommenden Jahr wieder einen Kunstmarkt organisieren. Der große Zuspruch gibt uns recht und viele der teilnehmenden Aussteller haben schon nachgefragt, wann es denn wieder losgehen soll“. Aber er könne noch keinen festen Termin nennen, nur soviel: „Sicherlich direkt nach der Spargelsaison“, sagte er. „Kurz bevor Familie Heuer ihr Spargelzelt wieder abbaut“. Es sei in diesem Jahr Zufall gewesen, dass der 2. Fuhrberger Kunstmarkt mit Kunst in Bewegung auf den gleichen Tag fiel. Es habe daran gelegen, dass das Spargelzelt am Montag dieser Woche abgebaut werden sollte.