Kunst in Bewegung: Die Farbe für 2011 ist Blau

Im Hintergrund stehend das Organisationsteam von Kunst in Bewegung v.l. Britt Buvrin-Wolff, Martin Vietmeyer und Christina Jehne. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Künstler trafen sich zur Nachbesprechung

GROSSBURGWEDEL (hhs). Am Mittwoch dieser Woche hatte das Organisationsteam von Kunst in Bewegung die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Veranstaltung zu einer Nachbesprechung in das Restaurant des Seniorenwohnparks in Großburgwedel eingeladen. Es ging dabei um ein Resümee der Aktion, die in diesem Jahr am 19. und 20. Juni stattgefunden hatte. Etwa 30 Künstlerinnen und Künstler waren der Einladung gefolgt, doch der Aspekt Nachbesprechung geriet, wie bei Kunstschaffenden kaum anders zu erwarten, etwas ins Abseits. Schließlich steht 2011 vor der Tür, und da stehen einige kleine Veränderungen an im Ablauf des größten Kunstereignisses in und um Hannover.
Britt Buvrin-Wolff, Martin Vietmeyer und Christina Jehne, die drei tragenden Säulen des Organisationsteams von Kunst in Bewegung, begrüßten die Gäste sehr herzlich. Ihr Dank galt allen, die daran teilgenommen haben. Nur den Ausfall eines Künstlers sei zu beklagen gewesen, sonst habe es keine besonderen Vorkommnisse gegeben. Britt Buvrin-Wolff gab gleich zu Beginn einen Ausblick auf das kommende Jahr: 2011 werde die Farbe Blau auf Kunst in Bewegung hinweisen. Zudem werde die gemeinsame Vorabendfeier aller Teilnehmer aus organisatorischen Gründen nicht am Freitag, 1. Juli, im Hotel Kokenhof stattfinden können. Deswegen werde gegenwärtig überlegt, das Ereignis im Hotel Kokenhof eine Woche eher stattfinden zu lassen. Die anwesenden Künstler dieses Jahres nickten zustimmend. Wohl niemand mochte offenbar aus gutem Grund auf diese Feier verzichten.
Eine bemerkenswerte Neuerung für Kunst in Bewegung 2011 wird das erweiterte „Sammelsurium“ sein. Jeder teilnehmende Künstler erhält die Möglichkeit, eines seiner Werke vier Wochen vor dem Termin für „KiB“ im Rathaus in Großburgwedel gewissermaßen als „Eyecatcher“ auszustellen. „So können sich die Besucher des Rathauses und alle Interessenten von KiB einen kleinen Überblick verschaffen über den Querschnitt und dann gezielt die Ausstellungsorte aussuchen“, formulierte Britt Buvrin-Wolff den dahinter stehenden Gedanken. Das Organisationsteam stelle sich das so vor, dass jeder Künstler eines einer Bilder im Format 40 mal 40 Zentimeter dafür zur Verfügung stelle. Gerade dieser letzte Punkt des quadratischen Formates wurde in der späteren Diskussion hart kritisiert. Britt Buvrin-Wolff sagte im Gespräch mit den Burgwedeler Nachrichten später, dass qudratische Kleinformate von den Malern nicht sehr geschätzt würden und sie rechteckige vorziehen. Der Vorschlag des Organisationsteams sei aber keineswegs eine endgültige Festlegung und zum jetzigen Zeitpunkt nur als Größenbegrenzung angesichts des zur Verfügung stehenden Raums zu betrachten. Das müsse im einzelnen noch im Detail besprochen werden, kündigte sie an.
Martin Vietmeyer hatte in diesem Jahr nicht an Kunst in Bewegung teilgenommen, sondern sich der Mühe unterzogen, mit dem Rad beinahe alle Ausstellungsorte zu besuchen. „Eine Reise, die man an zwei Tagen kaum schaffen kann, wenn man auch intensiv schauen möchte“, sagte er. Dennoch habe er die meisten Orte gesehen und er dankte allen Künstlerinnen und Künstlern für ihre Eigeninitiative. Ganz wichtig sei die Präsenz der Künstler vor Ort. Die meisten Besucher, mit denen er gesprochen habe, hätten großartige Gefühle formuliert und die Verlässlichkeit der Künstlerinnen und Künstler gelobt.
Allerdings habe sich das Geschehen in diesem Jahr zu sehr auf Großburgwedel konzentriert, was dem ursprünglichen Ansatz, die Tour von einem Ausstellungsort zum nächsten gewissermaßen als Landpartie zu betreiben, entgegenstehe. Er wünsche sich, dass noch mehr Bauernhöfe als Präsentationsorte einbezogen werden „und Orte und Gebäude mit origineller Architektur“. Wer seinen Garten oder Haus als Ausstellungsort zur Verfügung stellen möchte, möge sich bei einem Mitglied des Organisatonsteams melden. Außerdem sei das Organisationsteam an seinen Grenzen angekommen. „Wir können noch jede Hilfe gebrauchen“, schloss Vietmeyer.