Kündigung des Isernhagenhof-Geschäftsführers ist rechtens

Kulturverein zahlt Abfindung an Jürgen Hanisch

ISERNHAGEN (ti). Im Falle der Kündigung des langjährigen Geschäftsführers des Isernhagenhofes zum 28. Februar kommenden Jahres ist vor Gericht eine Einigung erzielt worden. Die Kündigung wurde bestätigt. Jürgen Hanisch erhält jedoch eine Abfindung.
Der Kulturverein Isernhagenhof hatte im August dieses Jahres die Kündigung ausgesprochen, um Kosten zu sparen. Isernhagens Kulturzentrum war in letzter Zeit ins Defizit geraten. Hanisch reagierte überrascht auf die Beendigung des Arbeitsverhältnisses und zog vor das Arbeitsgericht. Einen Gütetermin im November hatte er abgelehnt und für den Haupttermin hohe Forderungen gestellt. Es ist ihm jedoch nicht gelungen, sich damit durchzusetzen.
Wie der Vorsitzende des Kulturvereins, Rudolf Scharff mitteilte, hatte Hanisch innerhalb der 1 ½-stündigen Gerichtsverhandlung auf Aufforderung der Richterin und nach Beratung mit seinem Anwalt von der Höhe der Abfindung Abstand genommen. Maximal zwei Monatsgehälter habe das Angebot seines Noch-Arbeitgebers gelautet. Ursprünglich sollte Stillschweigen über die zu zahlende Summe gewahrt werden. Da mittlerweile aber „wilde Gerüchte“ über die Höhe in Umlauf gekommen waren, habe man sich entschlossen, die Zahl zu nennen: 10.000 Euro.
Scharff macht geltend, dass der Verein trotz der vertraglichen Kündigungsfrist von sechs Wochen bis Ende Februar weiter das Gehalt zahle, inklusive des Weihnachtsgeldes. Auch die Richterin habe betont, dass Hanisch sich mit seinen Forderungen auf dünnem Eis bewegt habe.
„Jetzt ist es gelaufen“, bemerkte der Vorsitzende erleichtert. Der Vorstand habe sich einstimmig mit dem Verhandlungsergebnis einverstanden erklärt. „Ab 1. März können wir richtig durchziehen“. Der Isernhagenhof werde vorerst in der jetzigen Form weitergeführt. Noch fehle das Geld für Veränderungen in der Geschäftsführung. Aber alles gehe sehr gut. Es gebe gute Vorverträge mit den Künstlern. „Wir wollen ein anspruchsvolles, seriöses Programm gestalten“. Die Akquirierung von Veranstaltungen werde er ab Anfang des Jahres selbst in die Hand nehmen, sagte Scharff. Die Zahl der Mitglieder im Verein konnte auf 88 gesteigert werden. Bis Ende kommenden Jahres soll es keine Schulden mehr geben.