Kreisel fällt weg - Bushaltebucht auch

Der ursprünglich geplante Kreisverkehrsplatz in Richtung Wettmar wird nicht gebaut, die Verkehrsinsel soll jedoch zugunsten der Sicherheit verlängert werden. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Region Hannover plant Kompromisslösungen für die Sanierung der Thönser Ortsdurchfahrt

THÖNSE (bgp). In der vergangenen Sitzung des Ortsrates Thönse zeichnete sich ein Kompromiss für die Sanierung der Ortsdurchfahrt ab. Eine erste öffentliche Vorstellung des Planungsentwurfs im November 2018 löste damals massive Proteste aus. Vor allem ein geplanter Kreisel an der Einfahrt von Thönse in Richtung Wettmar und die Umwandlung der Bushaltebucht in eine Haltestelle mit Einstiegskante, direkt am Fahrbahnrand der Langen Reihe auf Höhe der Bruchstraße, rief heftigen Widerstand in der Bevölkerung hervor. Das Planungsteam der Region Hannover stellte nun eine überarbeitete Version vor, in der die Anregungen teilweise berücksichtigt wurden.
Demnach soll der ursprünglich vorgesehene Kreisverkehrsplatz in Richtung Wettmar nicht gebaut werden. Die dort vorhandene Verkehrsinsel soll jedoch sicherer gemacht und zur Ortsausfahrt hin verlängert werden. Die Verlegung der Bushaltebucht an den Straßenrand wird jedoch trotz der Proteste kommen: „Die Region will den Bus unbedingt an die Straße holen, in den fließenden Verkehr“, so Ortsbürgermeister Heinz-Theo Rockahr. Bedenken haben Ortsrat und Bewohner vor allem wegen der Sicherheit. „Das Problem ist, dass man die Ecke dort schlecht einsehen kann“, betonte Rockahr.
Die Bushaltestelle liegt genau hinter der Kurve und der Einfahrt zur Bruchstraße, beides ist für Verkehrsteilnehmer aus Richtung Engensen besonders unübersichtlich. Auch die Ausfahrt aus der Bruchstraße auf die Lange Reihe ist wegen der schlechten Einsicht auf die Kurve mit Risiken verbunden. Ein haltender Bus versperrt zusätzlich die Sicht auf den Verkehr in Richtung Großburgwedel. Die Region Hannover habe diese Punkte in die Pläne aufgenommen und werde die Bushaltestelle zwischen 50 und 100 Metern weiter in Richtung Thönser Kapelle verlegen. Eine Fußgängerampel solle zusätzliche Sicherheit schaffen, resümierte Rockahr die Ortsratssitzung.
Die Sanierung der gesamten Ortsdurchfahrt ist für den Sommer geplant, ein genauer Termin steht zurzeit noch nicht fest. Die Fahrbahndecke wird auf der gesamten Länge erneuert werden, die Bürgersteige dort, wo es nötig ist. Der im Ort umstrittene Fahrradschutzstreifen wird auf der südlichen Seite der Großburgwedeler Straße und Langen Reihe gebaut und durch einen roten Belag deutlich kenntlich gemacht. In Richtung Großburgwedel müssen die Fahrradfahrer zukünftig ebenfalls die Straße nutzen, aus Platzmangel ist dort allerdings kein Schutzstreifen vorgesehen. Während der Bauzeit sollen die Grundstücke erreichbar bleiben, auch wenn die Thönser Ortsdurchfahrt für den Durchgangsverkehr gesperrt ist, teilten die Planer der Region mit.