Kreative Adventsideen fanden regen Absatz

Der 14-jährige Rainer verkaufte neben bunten Weihnachtskugel und –karten auch selbstgemachten Kräuteressig und bedachte jeden Besucher seines Verkaufsstandes mit einem strahlenden Lächeln. (Foto: Anna Kentrath)
 
Ehepaar Merz aus Empelde sägte voller Elan wie ein „verspätetes Brautpaar“, so Lehrer Utz Schmidtko (m.) scherzend und doch verfehlten sie das angestrebte Gewicht des Holzes beträchtlich. (Foto: Anna Kentrath)

Weihnachtlicher Schulbasar der Pestalozzi-Schule

GROßBURGWEDEL (ak). Bunt und fröhlich ging es zu in der Pausenhalle sowie der Aula der Pestalozzi-Schule in Großburgwedel am vergangenen Samstagnachmittag. Schüler und Lehrer hatten sich in den vergangenen Monaten im Werk-, Textil-, Kunst- und Hauswirtschaftsunterricht wieder ordentlich ins Zeug gelegt, um den weihnachtlichen Schulbasar mit kreativen Adventsideen zu bestücken.
Platzkärtchen der besonderen Art gab es an einem Stand zu erwerben, wo das jeweilige Namensschildchen in eine Wäscheklammer geklemmt Teil einer Ente, eines Elefanten oder eines Krokodils aus Holz wurde. Bunte Christbaumkugeln aus verschiedenen Materialien reihten sich ebenso dicht an dicht auf den vielfältig bestückten Ausstellungstischen, wie farbenfrohe Adventskarten, große Kekse als Weihnachtsbaumschmuck, bemaltes und bedrucktes Geschenkpapier sowie hübsch verpackte kleine Naschereien, die einen würdigen Platz in einem Adventskalender suchten. Ein ungewöhnliches, aber sehr nützliches Geschenk stellte das sogenannte „Insektenhotel“ dar, unter anderem in Form einer Baumscheibe mit unzähligen Löchern; eine Nist- und Überwinterungshilfe für Insekten.
Die 9-jährigen Schüler René und Daniel präsentierten stolz ihre selbstgebastelten Verkaufsobjekte. Neben aufwändig bemalten Windlichtern, die aus ehemaligen Blumentöpfen gebastelt worden waren, konnten die Besucher des Basars würzige kleine Brote aus Tontöpfen erstehen. „Ich habe den Teig mit gemacht“, betonte René stolz. Daniel hingegen hatten es eher die originellen Bären angetan, die durch Kuscheltierspenden von Schülern, Eltern und Lehrern entstanden. Erst fleißig eingegipst, bekamen die ehemaligen Pelztierchen zu guter Letzt noch einen leuchtend farbigen Anstrich und begeisterten durch ihre individuelle Note.
Selbst handwerklich tätig werden konnten die Besucher am Stand des Lehrers Utz Schmidtko, bei dem ein dicker Stamm und eine Säge auf die Freiwilligen warteten. „Säge genau 500g ab“ lautete die Aufforderung, der Hauptgewinner konnte sich jedoch im Bereich von 495 bis 505g bewegen und sich als Preis etwas aus allen angebotenen Werkarbeiten aussuchen. Eine knifflige Aufgabe, an die ein Teilnehmer mit immerhin 495g sehr nahe heran kam.
Utz Schmidtko, der bereits 32 Jahre an der Pestalozzi-Schule als Lehrkraft tätig ist, beteiligte sich nicht nur begeistert mit einem Stand am Schulbasar, sondern berichtete auch gern über die Aufgabe dieser Schule und die Herausforderung, der man sich jeden Tag aufs Neue stellen würde. Jeder Schüler habe seine speziellen Bedürfnisse. So sei an der Pestalozzi-Schule sowohl die Förderung geistig behinderter Kinder und Jugendlicher möglich, als auch die emotionale und soziale Entwicklung von Schülern, die etwa aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie zu ihnen kämen, erläuterte Schmidtko. Anhand praktischer Arbeiten könne eine Lernmotivation entstehen, um Lerndefizite aufzuholen. Selbst sehr schwierig zu motivierende Jugendliche könne man über das Handwerk die Notwendigkeit eines Faches wie Mathematik vermitteln. Die Arbeit sei manchmal nicht einfach, so Utz Schmidtko, aber „es lohnt sich immer wieder und macht immer wieder Spaß“.
Lohnenswert war auch der Schulbasar und Spaß hat es Verkäufern wie Käufern gleichermaßen gemacht. Der Erlös des 6. Schulbasars finanziert Werkmaterial oder bereichert die Klassenkassen, um daraus Ausflüge zu finanzieren.