Krankenhaus soll weiter ausgebaut werden

Sie erläuterten die Forderungen der CDU-Regionsfraktion zum Ausbau des Burgwedeler Krankenhauses: Dr. Luise Treiber, Eberhard Wicke (rechts) und der Langenhagener Abgeordnete Andreas Friedrich. (Foto: Renate Tiffe)

CDU will Standort Burgwedel zukunftssicher machen

Grossburgwedel (ti). Die Konkurrenz unter den Krankenhäusern ist groß. Um mithalten zu können, müssen die Krankenhausträger, in diesem Fall das Klinikum Region Hannover, rechtzeitig Vorkehrungen treffen, um die Zukunft ihrer Häuser zu sichern. Das Oststadtkrankenhaus wird Ende 2013 geschlossen. Da liegt es nahe, den Standort Burgwedel weiter auszubauen, um Patienten zu binden. Genauere Vorstellungen dazu will die CDU-Regions-Fraktion einbringen, wenn noch vor Pfingsten im Aufsichtsrat über das künftige Konzept für die Kliniken verhandelt wird.
Burgwedel sei von der Lage her einmalig, zentral, gut erreichbar auch im Hinblick auf Patienten aus dem Nordbereich, aus Celle oder Fallingbostel, erläuterte der Fraktionsvorsitzende Eberhard Wicke in einem Pressegespräch. Dazu kommt, dass wichtige Abteilungen wie die Notaufnahme, der OP-Bereich und die Intensivstation erst in den letzten Jahren bis 2005 modernisiert wurden. Die Fraktionsmitglieder haben sich im vergangenen Jahr davon überzeugen können. „Hier muss etwas passieren. Es darf keine Versorgungslücke entstehen. Die Entscheidungen müssen schnell getroffen werden“, forderte er, wenn bis 2013 die entsprechende Lösung da sein soll.
Gedacht ist vor allem an einen Neubau des Bettentraktes. Statt der bis jetzt 240 Betten sollen dann 210 Betten zur Verfügung stehen, mit einer besseren Ausstattung und kürzeren Wegen, um dem Pflegepersonal die Arbeit zu erleichtern. Rund 40 Millionen Euro sollen dafür eingesetzt werden. Pläne dafür seien bereits vorhanden, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU, Dr. Luise Treiber. Die Veränderungen im Gesundheitswesen, wie die Abrechnung nach Fallpauschalen, machen immer kürzere Liegezeiten nötig. Um dies zu ermöglichen, seien die Stationen heute viel größer. Und es werde einen Umbruch bei den Betriebsabläufen geben. Die OP-Räume müssten besser ausgelastet werden, es solle mehr ambulante Operationen geben. Andererseits erwarten die Patienten auch mehr Komfort. Zwei-Bett-Zimmer sollten der Standard sein. Der Träger müsse in die Infrastruktur investieren , wenn sich die Regions-Krankenhäuser auf Dauer selbst tragen sollen, meinte Frau Treiber. Es müssten Landesmittel mit einbezogen werden. Für das Nordstadt-Krankenhaus, eine weitere Regionsklinik, die im Umbau begriffen ist, gebe es bereits eine Zusage. Burgwedel folge dann an nächster Stelle.
Sie sei optimistisch dass die strategische Neuausrichtung der regionseigenen Krankenhäuser gelingen werde, betonte die Regionsabgeordnete, die Ärztin in Gehrden ist. Vieles sei schon auf den Weg gebracht. Es werden Kompetenzen gebündelt und Schwerpunkte gesetzt. Es werde nicht mehr alles in jedem Krankenhaus zu leisten sein. Die Kooperation mit kompetenten Ärzten soll ausgebaut werden. Die Neuausrichtung werde sich nach Bedarf ergeben, beispielsweise – im Hinblick auf den demographischen Wandel – in der Geriatrie oder bei der Behandlung Adipöser.