Kostenlose Solar-Checks für Burgwedeler Hauseigentümer

Wann? 14.05.2011 13:00 Uhr

Wo? Rathaus Großburgwedel, Fuhrberger Straße 4, 30938 Burgwedel DEauf Karte anzeigen
Jens Hungerland, Malte Schubert, Dr. Hendrik Hoppenstedt und Udo Sahling (v.l.) stellten den kostenlosen Solarcheck in der Kita Wettmar vor. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Die Kita Wettmar als Veranstaltungsort war kein Zufall, hier werden die Dächer zur Gewinnung von Solarenergie genutzt. (Foto: Hans Hermann Schröder)
Burgwedel: Rathaus Großburgwedel |

„Kann Ihr Haus Sonne?“:Unabhängige Energieberater sondieren Potential

WETTMAR (hhs). „Kann Ihr Haus Sonne?“ Unter diesem Motto können Burgwedeler Hauseigentümer in der Zeit vom 9. bis zum 27. Mai mit einem kostenlosen Solar-Check eine Einschätzung eines neutralen und unabhängigen Energieberaters der gemeinnützigen Klimaschutzagentur Hannover erhalten. Dabei wird das Potential des Gebäudes für die Nutzung von Solarenergie eruiert. Die Beratung erfordert etwa eine Stunde vor Ort und thematisiert solare Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung, die dafür vorhandenen Fördermöglichkeiten sowie auch die solare Stromerzeugung. Termine dafür können ab sofort unter 0511/590 55 65 vereinbart werden. Unter www.klimaschutz-hannover.de“ gibt es weitere Informationen.
Die Stadt Burgwedel ist gewissermaßen des Pilotprojekt dieser Aktion der Klimaschutzagentur in der Region Hannover. Vorgestellt wurde diese Aktion am Mittwoch dieser Woche deswegen in der Kita Wettmar. Burgwedels Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt begrüßte von der Klimaschutzagentur deren Geschäftsführer Udo Sahling und die für die Öffentlichkeitsarbeit und Durchführung der Aktion zuständigen Mitarbeiter Mira Homann und Florenz Dietrich. Von der Stadt Burgwedel waren Umweltkoordinator Malte Schubert und Jens Hungerland, in der Verwaltung für Gebäudewirtschaft und Hochbau zuständig. Der Bürgermeister führte aus, Klimaschutz habe in der Stadt Burgwedel einen hohen Stellenwert. Als man vor Jahren die Problematik in Burgwedel erkannt habe, sei eine ernüchternde CO2-Bilanz zu Tage gekommen. Das liege zum einen an der Bundesautobahn, die durchs Stadtgebiet verlaufe, zum anderen sei der CO2-Ausstoß pro Einwohner nicht gut gewesen.
Inzwischen habe sich viel getan in Burgwedel, insbesondere im Bereich der Neubauten. Die Stadt biete eine kostenfreie Energieberatung im Bereich der Neubauten an, zudem fördere sie entsprechende Investitionen mit bis zu 5.000 Euro. Allerdings sind in Bezug auf Klimaschutz die sogenannten „Bestandsbauten“, gewissermaßen Altbauten, weitaus interessanter: „Private Immobilien stoßen das meiste CO2 aus“, so Hoppenstedt. Dafür solle es auch Beratung geben. Die Stadt Burgwedel wolle Vorreiter sein und habe die geeigneten städtischen Immobilien für die Gewinnung von Solarenergie freigegeben. Insgesamt gebe es in Burgwedel 100 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1,5 Megawatt. In diesem Zusammenhang sei das Angebot der Klimaschutzagentur Hannover, einen kostenlosen Solar-Check für Bestandsimmobilien in Burgwedel anzubieten, eine gelungene Ergänzung.
Udo Sahling, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur, führte aus, die Rahmenbedingungen in Burgwedel halte er für besonders gut. „Die Kommune will einen eigenen Weg zum Klimaschutz finden und hier herrscht die richtige Stimmung dafür. Wir wollen das austesten und zu den Möglichkeiten der Nutzung von Solarenergie beraten“. Sahling legte Wert darauf, dass die Berater, die zu den Interessenten dieses Angebots ins Haus kommen, vollkommen unabhängig sind und keinerlei Verkaufsinteressen haben. „Darüber hinaus kommen noch weitere Informationen für die Hausbesitzer rüber: Wenn zum Beispiel das Dach marode ist oder die Heizung veraltet, dann wird das formuliert. Wir glauben, der Hausbesitzer erwartet auch solche Informationen“. Und natürlich kennen sich die Energieberater auch aus mit den Fördermöglichkeiten im Bereich Solarenergie. „Mit einer Solaranlage auf ihrem Haus können Hausbesitzer nicht nur Heiz- oder Stromkosten senken, sie können auch ein großes Stück Unabhängigkeit vom Energiemarkt gewinnen und den Wert ihres Gebäudes steigern“, brachte Sahling die Vorteile auf den Punkt.
Am Samstag 14. Mai lädt die Klimaschutzagentur  zudem zu einer Solar-Radtour gemeinsam mit einem Energieberater ein, um anhand beispielhafter Gebäude in Burgwedel mehr über Solarenergienutzung  zu erfahren. Treffpunkt ist um 13 Uhr vor dem Rathaus am Solar-Café. Los geht die Tour um 13.30 Uhr und dauert ca. 1 ½ Stunden. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr.
Die Solar-Checks sind Teil der regionalen Kampagne „Lust auf Solar“ der gemeinnützigen Klimaschutzagentur und werden in Zusammenarbeit mit der Stadt Burgwedel organisiert. Die Kampagne wird gefördert von der AS Solar GmbH, dem Förderverein der Klimaschutzagentur und der E.ON Avacon AG. Außerdem wird sie fachlich unterstützt vom enercity-Fonds proKlima.